Nach Rekordverlust Jetzt geht Axpo an die Börse

ZÜRICH - Nach dem Rekordverlust von 1,25 Milliarden Franken baut CEO Andrew Walo die Axpo um. Er verkleinert den Verwaltungsrat und sucht Investoren.

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Es ist der dritte Jahresverlust in Folge. Der Stromkonzern Axpo macht im Geschäftsjahr 2015/16 ein sattes Minus von 1,25 Milliarden Franken. Ein Rekordverlust! Zum Vergleich: Noch vor einem Jahr war es ein Verlust von 990 Millionen Franken. Das negative Ergebnis hat Folgen. Die Standortkantone werden wohl auf eine Dividende verzichten müssen.

Die Axpo hat zwar 4,7 Prozent mehr Strom verkauft als im Vorjahr, aber weniger verdient. Ein weiterer Grund für die schlechten Zahlen: Für das im September eingeweihte Kraftwerk Linth-Limmern im Glarnerland hat der Konzern eine Wertberichtigung von 540 Millionen Franken vorgenommen.

Nun zieht das Management um Andrew Walo (53) die Notbremse. Die Axpo will plötzlich nichts mehr vom geplanten Verkauf von Kraftwerken wissen. Der Stromriese sucht ab 2019 neue Investoren für die Sparte Axpo Solutions. Darin werden die Bereiche erneuerbare Energien und das internationale Kundengeschäft ausgegliedert. Zudem wird der Verwaltungsrat von 13 auf neun Mitglieder verkleinert.

Publiziert am 21.12.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
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12 Kommentare
  • Daniel  Studer aus Villnachern
    22.12.2016
    Ganz einfach: Die Axpo ist gescheitert und will sich nun aus der Verantwortung ziehen. Der Steuerzahler soll die Abwicklung unrentabler AKW bezahlen.
  • Heinz  Fischer aus Baden
    21.12.2016
    Ist die Axpo zu einer Bank geworden? Zur Zeit verkauft die Axpo ihren Wasserstrom günstig ins Ausland. Wetten das so die Axpostauseen im März leer sind? Was wenn der Winter noch kommt? Spielt ja keine Rolle, wenn nur die Boni der Stromhändler stimmen... Der Steuerzahler und der Stromkonsument dürfen das bezahlen. Gebt uns bitte die NOK zurück! Das war noch eine Energiegesellschaft die mit beiden Füssen auf dem Boden standen. Die hatten eine Strategie...
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    21.12.2016
    Das wird gefährlich. Der Steuerzahler darf dann für Verluste und Rückbaukosten aufkommen, während die Investoren die Gewinne kassieren. Wo bleibt die Politik bei solchen Spielen, umsomehr meines Wissens auch Kantone an der Axpo beteiligt sind? Es dürfte wie immer sein: nichts hören, nichts sehen und nichts tun. Unsere gut bezahlten National- und Ständeräte haben wichtigeres zu tun oder ist die Lobby zu stark?
    • Marco  Weber 21.12.2016
      Herr Rietmann das der Steuerzahler für die AKWs aufkommen wird, war ja schon klar oder? Und da man ja die AKWs Umbedingt und um jeden Preis am Netz halten will ist es doch verständlich das der Steuerzahler dafür aufkommen wird!
    • Think  Advantage aus ThinkAdvantagen
      21.12.2016
      Sie fragen wo die Politik hier bleibt? Im hintergrund oder Verwaltungsrat und machen den grössten Gewinn! Ist doch klar oder? für das haben wir Sie gewählt, damit sie persönlichen Gewinn aus unserem Staat schlagen können!
    • kurt  oberle aus Havelsee
      21.12.2016
      Sie sehen das richtig. Die Axpo gehört zu 100 Prozent den Kantonen (Nordwestschweiz). Das defizitäre Inlandgeschäft bleibt demnach beim Steuerzahler hängen, denn der hat ja als Stimmvolk die AKW-Verlängerung abgesegnet, nun trägt er auch den Schaden. Damit Investoren einsteigen wird das rentable Auslandgeschäft mit Erneuerbaren in die Axpo Solution ausgelagert.
    • Beat  Küng aus Bellinzona
      21.12.2016
      @Marco: Als ob AKW Strom teuer wäre. Hätten wir die nicht, müssten wir wohl für den Strom noch viel mehr bezahlen. Abgesehen davon gibt es keine erneuerbaren Energien, wie uns die Politik weis machen will. Energien werden immer nur umgewandelt. Was weg ist ist weg. Aber die Natur schafft immer wieder neue Energiequellen, das ist schon richtig. Wie etwa Erdöl, das alles sein kann, aber sicher kein fossiler Brennstoff ist.
  • Thomas  Rieger 21.12.2016
    Es scheint fast, als hätte das Management gewisse Machenschaften bei den Banken abgekupfert: Die Gewinne den Privaten, die Verluste dem Staat...
  • Paul  Schaller aus Salto
    21.12.2016
    So, so. Die rentablen Bereiche werden ausgegliedert und an Investoren verkauft. Die unrentablen, wie die AKWs bleiben dann dem Steuerzahler!
    • Marco  Weber 21.12.2016
      Herr Schaller was haben Sie erwartet? Das Volk will die AKWs also soll das Volk diese auch bezahlen!
    • kurt  oberle aus Havelsee
      21.12.2016
      Das Schweizer Volk hat sich für den defizitären Atomstrom bis 2050 entschieden. Die Axpo setzt nun auf rentable Windanlagen in Frankreich und Deutschland, die irgendwann mal günstigen Strom für die Pumpspeicherkraftwerke liefern können. Zusätzlich muss die schöne Schweizer Landschaft nicht mit Windanlagen verschandelt werden.
    • Beat  Küng aus Bellinzona
      21.12.2016
      @Kurt: Seit wann ist eine Windanlage rentabel? In Deutschland werden die Zahlen dazu veröffentlicht. AKWs und Wasser liefern den billigsten Strom. (Kohle etc. blenden wir mal aus.) Alles "grüne" kostet 3 - 4 Mal mehr. Da sehe ich beim besten Willen keinen Nutzen von Wind- und Sonnenenergie.

      Abgesehen davon wird in Treibhäusern CO2 für das verbesserte Wachstum der Pflanzen beigemischt. Womit wissenschaftlich bewiesen ist, dass der CO2 Anstieg dem Waldsterben entgegen wirkt.