Reiche 2016 Blochers legen am meisten zu

ZÜRICH - Der Kurssprung der Ems-Chemie hat das Vermögen der Familie Blocher um rund zwei Milliarden Franken vermehrt. Andere Industriellenfamilien mussten hingegen Federn lassen.

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2016 war ein gutes Jahr für die Reichen der Schweiz. Die 300 Reichsten kontrollieren zusammen 613 Milliarden Franken, 18,6 Milliarden mehr als im Vorjahr. Dies schreibt die «Bilanz» in ihrer aktuellen Ausgabe. 

Zu den Gewinnern zählt die Familie Blocher. Dank der hervorragenden Kursentwicklung der Aktien ihrer Ems-Chemie ist der Clan um SVP-Politiker Christoph Blocher (76) und Ems-Chefin Magdalena Martullo (47) um zwei Milliarden Franken reicher geworden. Die «Bilanz» schätzt das Vermögen der Blochers auf sieben bis acht Milliarden Franken.

Ebenfalls um rund zwei Milliarden Franken gewachsen sind die finanziellen Polster der Liftbauer-Familien Schindler und Bonnard sowie von Glencore-Chef Ivan Glasenberg (59). Auch sie profitierten von Kursgewinnen ihrer Unternehmen an der Börse.

Ikea-Besitzer sind die Reichsten im Land 

Anderen bekam das Börsenklima weniger gut. Die Familien Hoffmann und Oeri, die den Pharmakonzern Roche kontrollieren, wurden zwei Milliarden leichter. Die Hayeks büssten wegen der schlechten Entwicklung ihrer Swatch-Group-Aktien 1,25 Milliarden Franken ein. Der Familie Brenninkmeijer, denen die Modekette C&A gehört, schrumpfte laut den «Bilanz»-Berechnungen rund eine Milliarde weg.

Die Liste Reichsten im Land führt wie bis anhin die Ikea-Besitzerfamilie Kamprad an, deren Vermögen die «Bilanz» auf 45 bis 46 Milliarden Franken schätzt. Dahinter folgen Bierkönig Jorge Lemann (77) sowie die Familien Hoffmann und Oeri. (gs)

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 05.01.2017
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6 Kommentare
  • Fritz  Frigorr 03.12.2016
    Die genannten Personen mögen vermögend sein, doch reich sind wohl die wenigsten davon.
  • Annemarie   Setz 03.12.2016
    Man darf nicht vergessen, dass solche Firmen wichtige Arbeitgeber in der Schweiz sind. Firmen, die nicht von einem "Besitzer" zum nächsten wandern und in dieser Zeit ausgelaugt werden, sondern als Familienbetriebe bestehen bleiben und vorwärts kommen auch in schwieriger Zeit sind enorm wichtig. Neid ist da der falsche Ansatz, diesen Reichtum zu kommentieren.
  • Rolf  Hess 03.12.2016
    Die Blochers sind eine Weltfirma, wie Nestle. Natürlich grössenmässig nicht vergleichbar, da sie die Lebensmittel nicht einfach teurer verkaufen könne, wie das der Konzern in Vevey machen kann. Trotzdem ist die EMS Chemie der grösste Arbeitgeber im Kanton Graubünden.
    Der erhöhte Reichtum, es sei den Neidern gesagt, steckt in den Aktien, in den Investitionen und in der ganzen Aktiengesellschaft.
    • Anita R.  Nideröst 03.12.2016
      Zudem, bei rund 3000 Angestellten weltweit, geben die Blochers, wie auch die anderen "Reichen", Verdienst für ganze Familien und Anhang. Gäbe es keine reichen Unternehmer, gäbe es auch weniger Arbeit und Verdienst. Es steckt in der Tat purer Neid dahinter!
    • M  Müller aus Zürich
      03.12.2016
      Anita R. Sie stellen eine These auf welche nicht nachgewiesen werden kann. Vielleicht würde es dann mehr kleine Unternehmen geben welche in die Bresche springen, da aber die Leute ausgebeutet werden, haben Sie zuwenig Geld um kleine Unternehmen zu Gründen und so konsolidiert sich immer mehr Geld bei einzelnen und die Masse schaut in die Röhre. Der Neoliberalismus sozialisiert Risiken und privatisiert Gewinne - das ist nicht Neid, das ist Fakt - siehe AKW Strombeschiss, usw.
    • Rolf  Hess 03.12.2016
      @Müller. Es gibt Produkte, die kann man nur in Grossmengen kostendeckend fabrizieren. Da braucht es eben diese Konzerne. Da kann nicht jeder KMU in einer Garage oder in einem Kleinbetrieb solche Produkte herstellen. Es macht den Anschein, dass Sie mit ihren Gleichgesinnten den Kapitalismus, die Armee und sogar die Arbeit abschaffen wollen. Woher haben Sie denn Ihren Lohn? Kommt der einfach per Post oder müssen Sie hart dafür arbeiten?