Regierungen zittern

  • Publiziert: 07.10.2008, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Matthias Pfander

In Europa geht die Angst um. Wenn jetzt die Kleinsparer ihre Konten plündern, wanken noch mehr Banken.

Ein europäischer Staat nach dem andern verspricht Unterstützung. Und die Regierungen garantieren, was selbst einst solide Geldhäuser nicht mehr ohne weiteres können: Dass der Sparbatzen auf dem Konto sicher ist.

Den Anfang machte Irland letzte Woche. Die Regierung stellte eine Staatsgarantie in der Höhe von 620 Milliarden Franken für alle Bankkunden in Aussicht.

Dieser Schritt führte dazu, dass viele Engländer ihr Geld auf die grüne Insel zügelten, um auch von dieser Garantie zu profitieren. Deshalb musste auch London reagieren. In der Folge erhöhte die britische Regierung die Garantie pro Konto von 70000 auf 100000 Franken.

Schweden bietet ebenfalls mehr Einlageschutz und verdoppelte die Garantie pro Konto auf 80000 Franken (siehe Tabelle unten).

In Dänemark, Deutschland, Griechenland und Österreich will man es hingegen wie in Irland machen und eine komplette Staatsgarantie für die Ersparnisse bieten.

In Deutschland wären das im schlimmsten Fall knapp 1900 Milliarden Franken. Woher sie diese Wahnsinnsumme hernehmen soll, weiss die Regierung noch nicht.

Dänemark alles
Deutschland alles
Griechenland alles
Irland alles
Österreich alles
Norwegen 376 000
USA 283 000
Italien 161 100
Frankreich 109 200
Japan 108 000
Kanada 104 500
England 100 000
Schweden 80 000
Portugal 52 700
Finnland 39 000
Belgien 31 200
Spanien 31 200
Luxemburg 31 200
Holland 31 200
Schweiz 30 000

*Maximal geschützter Betrag pro Kunde und Bank, in Franken, Fremdwährungen zu aktuellen Kursen umgerechnet.

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