Rating-Studie CEO-Saläre gehen zurück

Eine neue Studie zur Unternehmenführungspolitik macht publik: Vergütungshöhen in Schweizer Grossfirmen stabilisieren sich, CEO-Saläre sind eher rückläufig, aber die Unabhängigkeit der Verwaltungsräte sinkt.

GESCHAEFTSMANN, GESCHAEFTSMAENNER, GESCHAEFTSLEUTE, STADT, ZUERICH, FINANZPLATZ, FINANZEN, BANKEN, BANK,  STADTZENTRUM, PASSANT, PASSANTEN, GESCHAEFTSANZUG, GESCHAEFTSANZUEGE, ANZUG, ANZUEGE, HALTESTELLE, HALTESTELLEN, TRAMHALTESTELLE, TRAMHALTESTELLEN, WA play
Die Vergütungen auf der Chefetage stagnieren oder sinken leicht laut dem Stimmrechtsberater zRating. GAETAN BALLY

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Die WTO in Genf zittert Machtlos gegen Trump
2 Doris Leuthard im grossen Interview «Trump kann der Schweiz schaden»
3 Grossbank macht Jagd auf Studentinnen UBS gibt Schminkkurse

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Das Beratungsunternehmen zRating durchkämmte Geschäftsberichte von 2015 und analysierte Generalversammlungen von 171 börsenkotierten Schweizer Grossfirmen. Im Fokus: Corporate Governance, sprich die Einhaltung der Grundsätze der Unternehmensführung.

Heute machte zRating seine neue Studie publik – das achte Jahr in Folge. Die höchste Punktzahl erreichten die beiden Schweizer Firmen Geberit (Sanitär) und Ascom (Energie), gefolgt von PSP Swiss Property (Immobilien). Weil Geberit in einer Kategorie (Aktionariat und Kapitalstruktur) besser klassiert ist, gewinnt der Sanitär-Hersteller das diesjährige Corporate-Governance-Rating, heisst es in der Mitteilung.

Gute Nachricht: Die Saläre der Top-Manager steigen nicht mehr in den Himmel. «Wir stellen fest, dass sich die Vergütungshöhen stabilisiert haben und bei den CEOs eher rückläufig sind«, heisst es. Und: «Die grossen Exzesse sind auch dieses Jahr ausgeblieben.»

Der Stimmrechtberater zRating führt dies auf die Folgen der Abzocker-Initiative zurück, die in der Einführung der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV) Anwendung fand. 

Frauenanteil steigt, Ausländeranteil auch

Weitere Resultate der Studie: Der Frauenanteil und der Ausländeranteil in den Verwaltungsräten steigen weiter an. Der Frauenanteil beträgt bei SMI-Unternehmen inzwischen fast 21 Prozent, der Ausländeranteil 62 Prozent. «Die Neubesetzungen zeigen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird«, schreibt zRating in der Medienmitteilung.

Schlechte Nachricht: Die Unabhängigkeit des Verwaltungsrats ist dieses Jahr wieder gesunken, er betrage im Schnitt noch rund 60 Prozent (2014: 62%). Nur noch 75 Prozent aller Unternehmen wiesen einen mehrheitlich unabhängigen Verwaltungsrat auf (2014: 79%). Grund: «Ein höherer Anteil der Vertreter von Grossaktionären in den Verwaltungsräten und mehr sogenannte exekutive VR-Präsidenten», heisst es.

Bekannte Grossfirmen finden sich mehrheitlich im vorderen Mittelfeld des Rankings: Die UBS steht auf Platz 31, ABB auf 42, Ems-Chemie 49, Charles Vögele kommt auf Platz 52. Im Mittelfeld der Flughafen Zürich auf Platz 64, OC Oerlikon auf 73, Calida auf 90, Swiss Life folgt auf Platz 112, die Credit Suisse auf 117, Nestlé auf 131. Schlusslichter sind Swatch (169), Lindt & Sprüngli (170) und Pargesa (171).

Die Detail-Tabellen zum Rating

play

play

play
Publiziert am 14.09.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
teilen
teilen
2 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Michael  Tomov aus Koror
    14.09.2016
    War auch Zeit. Die wenigsten CEOs leisten das, wofür sie entschädigt werden. Nur in der Gier und im Egowahn sind alle Vollprofis.