Rang 4 Schweiz auf Oxfam-Liste der «schlimmsten Steueroasen»

Die Hilfsorganisation Oxfam veröffentlichte am Montag einen Bericht mit einer Liste von 15 Ländern, die Unternehmen helfen Steuern zu umgehen.

Finanzzentrum in Zürich: Paradeplatz. play
Finanzzentrum in Zürich: Paradeplatz. GAETAN BALLY

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Lehrlinge zeigen ihren Arbeitsalltag Coop startet Snapchat-Offensive
2 Trauriger Rekord Caritas-Märkte für Arme boomen
3 Banker-Legende Oswald Grübel (73) über Trump «Nehmen Sie nichts für...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

Die Hilfsorganisation Oxfam veröffentlichte im Bericht «Steuerkämpfe» eine Liste von 15 Ländern, die Unternehmen helfen, Steuern zu umgehen. Den ersten Platz auf der Liste belegt Bermuda, gefolgt von den Cayman-Inseln, den Niederlanden, der Schweiz und Singapur.

Auf den weiteren Plätzen liegen Irland, Luxemburg, Curaçao, Hongkong, Zypern die Bahamas, Jersey, Barbados, Mauritius und die Britischen Jungferninseln.

Einnahmen von mindestens 100 Milliarden

Diese Länder würden arme Staaten jährlich um Einnahmen von mindestens 100 Milliarden Dollar bringen. Das wäre laut Oxfam genug, um den 124 Millionen Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gingen, Bildung zu bieten, und jedes Jahr den Tod von sechs Millionen Kindern durch medizinische Versorgung zu verhindern.

Die Organisation mit Sitz im britischen Oxford forderte von den führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) schärfere Massnahmen gegen Steuervermeidung. «Steueroasen stehen im Zentrum eines ruinösen Steuerwettlaufs. Sie müssen dringend trockengelegt werden», sagt Tobias Hauschild von der Hilfsorganisation. «90 Prozent der 200 weltgrössten Konzerne haben Ableger in Steueroasen.»

Kriterien für die Oxfam-Rangliste waren nach eigenen Angaben unter anderem extrem niedrige oder keine Unternehmenssteuersätze und die Gewährung unverhältnismässiger Steueranreize. (SDA/uro)

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 20.12.2016
teilen
teilen
0 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

5 Kommentare
  • Rolf  Neeracher , via Facebook 12.12.2016
    Es steht jedem der anderen 181, nicht auf der Liste vertretenen Länder, frei, ebenfalls entsprechende Steuervergünstigungen oder Privilegien zu gewähren.
  • Garibaldi  RN , via Facebook 12.12.2016
    Die Liste ist völlig wertlos und ohne fundierte Sachkenntnis zusammengestellt. Die USA mit den grössten Steueroasen der Welt werden nicht mal am Rande erwähnt, somit kann diese Liste nicht Anspruch auf Gültigkeit erheben
  • Antonio  Retica aus Nussbaumen
    12.12.2016
    OXFAM ist eine äusserst dubiose Hilfsorganisation mit einer obskuren Finanzierung. Diese Hilfsorganisation ist alles andere als Vertrauenswürdig. Wie ist es sonst zu erklären, dass in den vordersten Rängen weder Florida noch Delaware aufgeführt sind?
  • Daniel  Weilenmann aus Zürich
    12.12.2016
    Die "kleine Schweiz" ist ja wegen den USA zum "Ausnehmen" ausgerufen worden, und hat sich die "Hosen" schon oft runter ziehen lassen. Aber solange nicht ALLE Staaten der USA und ehemaligen Kolonien der Englaender am gleichen Strick ziehen, sehe ich da keinen Handlungsbedarf. Wir sollten auch mal Staerke zeigen!
    • Ruedi  Stricker , via Facebook 12.12.2016
      Nicht nur das. Auf der Liste von Tax Justice Network stehen die USA selber auf dem dritten Platz. Und wenn lateinamerikanische Staaten in Washington ein Rechtshilfegesuch platzieren, um das Waschen von Drogengeldern in Delaware zu bekämpfen, landet das Papier immer am gleich Ort: Im Papierkorb.