Raiffeisen präsentiert Rekordgewinn: Wie viel Vincenz steckt in den 808 Millionen?

Zum ersten Mal hat Raiffeisen über 800 Millionen Franken Gewinn: Ausgerechnet im Jahr, als die Raiffeisen-Legende Pierin Vincenz die Leitung an Patrik Gisel abgegeben hat, schreibt die Bank einen Rekordgewinn.

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Was für ein Start für den neuen Raiffeisen-CEO Patrik Gisel (53)! Die Bankengruppe hat 2015 einen Rekordgewinn erzielt und ist kräftig gewachsen. Unter dem Strich blieben 808 Millionen Franken, das sind 48 Millionen mehr als im Vorjahr. Zum vierten Mal in Folge hat die Bank den Gewinn gesteigert, diesmal um 6,4 Prozent. „Diese Zahlen machen mich stolz“, sagt Gisel vor den Medien in Zürich.

Doch wie viel Gisel steckt schon im guten Resultat? Oder anders gefragt: Wie hoch sind die Verdienste von Patrik Gisels Vorgänger und Raiffeisen-Urgestein Pierin Vincenz (59) am Rekordgewinn? „Er hat die Voraussetzungen geschaffen, von denen wir heute profitieren“, sagt Gisel zu BLICK. „Er hat auch dieses Jahresergebnis mitgeprägt.“

Pierin Vincenz und Patrik Gisel haben seit Jahren intensiv zusammengearbeitet. Seit dem 1. Oktober 2015 steht Gisel Raiffeisen vor – nach 16 Jahren in den verschiedensten Positionen bei der Bank. Seine eigenen Verdienste will der alte Raiffeisen-Hase aber auch am Tag, an dem er stolz den Rekordgewinn präsentiert, nicht überbewerten. „Wir sind ein Team von 11’000 Mitarbeitern. Jeder einzelne trägt zum Erfolg bei.“

Geschäft mit Firmenkunden ausbauen

Der guten Zahlen zum Trotz: Gisel will sich nicht auf Lorbeeren ausruhen. Er hält an der Wachstumsstrategie seines Vorgängers fest. Der promovierte Betriebsökonom und passionierte Triathlet arbeitet intensiv am Ausbau des Firmenkundengeschäfts. „Da sehen wir ein grosses Potenzial. Vor allem bei KMU mit bis zu 50 Mitarbeitern“, sagt er. Raiffeisen will die Erträge in diesem Bereich in den nächsten Jahren verdoppeln.

Zudem will die Bankengruppe das E-Banking weiter ausbauen. „Auch Online-Hypotheken werden zu einem Thema“, sagt Gisel. In der zweiten Jahreshälfte soll ein entsprechendes Pilotprojekt starten.

Jeder vierte Filiale macht dicht

Dass immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte online tätigen hat aber auch Schattenseiten. 250 bis 300 Filialen sollen geschlossen werden. «Wir können nicht ignorieren, was in den digitalen Märkten passiert», sagt Raiffeisen-Chef Patrik Gisel. «Wir werden bis in fünf Jahren unsere Standorte auf 700 bis 750 reduzieren.»

Heute betreibt Raiffeisen noch rund 1000 Filialen in der ganzen Schweiz. Raiffeisen werde aber auch in Zukunft die Bank sein mit der grössten regionalen Präsenz, so Gisel weiter. «Das gehört zu unserem Geschäftsmodell.»

Publiziert am 26.02.2016 | Aktualisiert am 26.02.2016
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11 Kommentare
  • Viktor  Hojas , via Facebook 27.02.2016
    Und wohin vrschwindet das Geld der Kunden?Habe vor 3 Wochen eine Auslandsüberweisung durchgeführt, das Geld ist bis heute nicht angekommen.Bei mehreren Anrufen nur faule Ausreden. Bin in Thailand und warte vergeblich auf mein Geld. Unterschlagen, veruntreut oder gestohlen? Von wem? Angeblich blockiert die Zentralbank, weil die Amis verlangen das alle chf € Dollar Überweisungen kontrolliert werden. Wann bekomme ich mein Geld? Jetzt Überweisung bei SGKB durchgeführt war in 3 Stunden da.
    • Ovis   Colonus 27.02.2016
      Eine überweisung in ami doller geht immer über ami land, und die amis kassieren. warum keine überweisung in einer ander währung z.b euro
  • michel  koeb 27.02.2016
    Logisch mit Negativzinsen oder ? Wo gibte es so was ? Geld auf die Bank und dafür noch bezahlen ? unglaublich...beschämend, reine Abzocke !
  • Maxi  Niederberger 27.02.2016
    Der Herr Vincenz war immer ein Liebling der Presse, aber ich frage jetzt einfach einmal wie viel Vincenz steckt denn in den geplanten Filialenschliessungen?
  • Lee  Westwood 26.02.2016
    Ich gehe doch schwer davon aus, dass die negativen Kommentare hier von Anhängern wenn nicht Mitarbeitern der CS oder UBS stammen. Alles Neider! Pierin hat das richtig gemacht wovon die Herren Dougan, Thiam und Ermotti träumen und das zum Bruchteil des Honorares dieser Abzocker. Danke Pierin, auch für das Engagement für unsere Heimat!
  • Thomas  Schillig 26.02.2016
    Die Mitarbeiter der Bank haben den Gewinn erarbeitet und nicht Herr Vincenz.