QR-Code zu klein Der digitale Einzahlungsschein floppt

Ab 2018 haben alle Einzahlungsscheine einen QR-Code. Doch weil dieser zu klein bemessen war, verzögert sich das Projekt.

Einzahlungsschein mit Datencode.jpg play
So dürfte der neue Einzahlungsschein mit aufgedrucktem CR-Code aussehen. zVg

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Die WTO in Genf zittert Machtlos gegen Trump
2 Grossbank macht Jagd auf Studentinnen UBS gibt Schminkkurse
3 Schwere Zeiten für Kassiererinnen Jeder Dritte scannt bereits selbst

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

Der Einzahlungsschein hat in der heutigen Form bald ausgedient. Ab 2018 soll das neue Zahlungsformular einen QR-Code aufweisen.

Die Änderung sei nötig, um mit dem technischen Fortschritt mitzuhalten, sagen die Entwickler. In diesem grafischen Code stecken alle Informationen, die auf dem Einzahlungsschein sind. Der Code lässt sich mit dem Smartphone fotografieren, um so eine Zahlung im E-Banking zu erfassen.

Doch offenbar haben die Planer von Postfinance und des Finanzdienstleisters Six laut einem Bericht des «Tages-Anzeigers» das Tempo bei der Digitalisierung unterschätzt. Denn obwohl der neue Einzahlungsschein erst in knapp zwei Jahren herauskommt, muss dieser bereits überarbeitet werden. Grund: Der Platz für den QR-Code war zu knapp bemessen. Er muss deutlich vergrössert werden. Das führt zu Verzögerungen. Ob der neue Einzahlungsschein wie geplant Mitte 2018 erscheint, ist unklar.

Immerhin: Für die Kunden fallen mit dem neuen Zahlungsschein weniger Gebühren an. Auch das Lastschriftverfahren soll dann europaweit gültig sein.

Doch braucht es für Zahlungen in der digitalisierten Welt überhaupt noch ein Papierformular? «Ja», meinen die Verantwortlichen von Banken und Post unisono. Denn auch heute gebe es noch Menschen, die kein Internet hätten. Deshalb sei der QR-Code lediglich eine Ergänzung.

Publiziert am 20.10.2016 | Aktualisiert am 10.01.2017
teilen
teilen
0 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

5 Kommentare
  • Blumer  Gerhard 20.10.2016
    Mit dem IBAN braucht es einen ES doch gar nicht mehr. Alle verschicken seinetwegen ein zusätzliches Blatt A4, das gibt zudem doppelte Verpackungskosten, weil man sortieren muss. Unnnötige Umtriebe! Die IBAN kann man im E-Banking hinterlegen und bei Zahlungen auswählen. Man kann einem Verarbeiter auch die ganze Rechnung geben. Ganz Europa, 600 Mio Einwohner kommen heute ohne Zahlschein aus. Der ES hat einzig den Zweck, dass die Post den Zahlungsverkehrs möglichst monopolisieren kann. Fort damit!
  • Gian Franco  Caviezel aus Churwalden
    20.10.2016
    Einen Einzahlungsschein braucht doch heute kein Mensch mehr... Ich weiss, dass es Leute ohne Internet gibt, aber auch dann brauchts den ES nicht. Diese Daten lassen sich alle auch auf der Rechnung selbst abbilden und müssen nicht zwingend noch auf einem orangen Zettel zusätzlich abgedruckt werden.
    • Thomas  Pfister aus Zürich
      20.10.2016
      Das stimmt nur bedingt. Klar lassen sich im Prinzip alle Angaben auf der Rechnung abbilden. Der Einzahlungsschein hat aber den Vorteil, dass man die relevanten Angaben für das Onlinebanking dort sucht, wo man sie erwartet. Was denken Sie wie mühsam es wird, wenn die Rechnungsaussteller diese Angaben individuell auf der Rechnung platzieren?
  • Enri  Co 20.10.2016
    Also mal überlegen: Es braucht noch Einzahlungsscheine, weil es noch Menschen ohne Internet gibt. Diese Menschen bekommen dann dafür aber einen QR-Code aufgedruckt, weil sie ja statt zu surfen ganz bestimmt ihre Zahlungen per Smartphone erledigen. Wer riecht da noch einen weiteren Fall von Arbeitsbeschaffung?
    • Hans  Uster 20.10.2016
      Was ist das Problem? Diejenigen die den QR Code nicht brauchen, zahlen weiterhin bei der Post. Diejenigen die ihn wollen, zahlen per E-Banking. Es geht hierbei um die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs zwischen Post und Bank und einer Annäherung an den europäischen Standard. Ist an sich eine gute Sache!