Purzelnde Aktienkurse Trump vernichtete 1000 Milliarden Franken

NEW YORK - Trumps Unberechenbarkeit macht ihn zum Börsenschreck. Wenn er nur die Hälfte seiner Ankündigungen wahr macht, kommen turbulente Zeiten auf die Weltwirtschaft zu.

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Der neue US-Präsident Donald Trump: Seine Launen und Ideen versetzen die Weltwirtschaft in Angst und Schrecken. Reuters

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Der Sieg des Republikaners Donald Trump (70) bei den US-Präsidentschaftswahlen hat grosse Teile der Aktienmärkte kräftig durchgeschüttelt. Anleger flüchteten in sichere Häfen wie Gold oder den Franken. Experten gehen davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank den Franken in der Nacht auf heute mit Milliarden geschützt hat. Das US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» schätzt, dass Trumps Sieg weltweit 1 Billion Franken Vermögen vernichtet hat - das sind 1000 Milliarden.

Aber wieso hat die Weltwirtschaft Angst vor Trump? Wer seine Interviews und Reden analysiert, dem wird schnell klar, dass Trump ein radikaler Globalisierungsgegner ist. Handelsabkommen sind ihm ein Graus. Vor allem dasjenige mit China. Seine markigen Worte – «China bringt uns um!» –  sagen alles über seine protektionistischen Ansichten aus.

«Furchtbares Abkommen»

Trump will alle Handelsabkommen neu aushandeln. Auch das TTIP, das Freihandelsabkommen mit der EU, ist ihm ein Dorn im Auge. Das transpazifische Abkommen mit Australien, Japan oder Vietnam findet er «furchtbar». Die Forderungen des unberechenbaren Republikaners: Die Abkommen sollen die Interessen Amerikas stärker berücksichtigen. Das beunruhigt Anleger im Rest der Welt.

Trump hat im Wahlkampf auch immer wieder über US-Firmen gelästert, die Jobs ins Ausland verlagern. «An meinem ersten Arbeitstag werde ich einige Bosse anrufen», sagte er in einem Interview. Konkretes Beispiel: Der neue US-Präsident will den Guetsli-Hersteller Oreo, der mittlerweile in Mexiko produziert, zurück in die USA holen.

Banken müssen umdenken

Für US-Banken kann die Wahl durchaus eine Chance sein. Offenbar will Trump seinen Stab mit vielen ehemaligen US-Topbankern aufstocken. Umdenken müssen aber die beiden Schweizer Grossbanken UBS und CS. Sie hatten zuletzt gute Verbindungen zu den heute gescheiterten Demokraten um Hillary Clinton (69). Nun müssen sie Trump und sein Team für ihre Anliegen gewinnen.

Doch der neue US-Präsident droht nicht nur. Donald Trump hat mehrfach versprochen, neue Jobs zu schaffen. Und neue Grossfirmen mit tiefen Steuersätzen nach Amerika zu locken. Für die europäische Wirtschaft sind das allerdings schlechte Nachrichten.

Blick.ch berichtet rund um die Uhr live: Verfolgen Sie die Wahl im Live-Ticker zur US-Wahl.

Publiziert am 09.11.2016 | Aktualisiert am 11.11.2016
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17 Kommentare
  • Reto   May 09.11.2016
    neue Grossfirmen mit tiefen Steuersätzen nach Amerika zu locken. Die z.B. Europäischen Firmen haben ihre Standorte bis anhin schon nicht verlassen, obwohl sie hier nicht die erforderlichen Fachkräfte finden, wieso also sollten sie jetzt wegen tieferen Steuern gehen? Oder verfügt Amerika über dieses Fachwissen in genüge? DE ist immer noch Export Weltmeister auch ohne genügend geeignete Fachkräfte und können trotzdem ihre Produkte noch zusammen stiefeln. Steuern sind nicht Trumpf Herr Trump.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      10.11.2016
      Vor allem hat er nie gesagt wie er das Loch das entstehen wird stopfen will!! Da werden die Amis noch grosse Augen machen, wenn sie dann zur Kasse gebeten werden!! Das ist wie bei uns mit der USR, auch hier haben Kantone schon Steuererhöhungen für uns angekündigt wenn die USR tatsächlich kommt (Referendum sei dank!)!!! Und das gleiche wird dort passieren! Er wird den Mittelstand schwächen und erst wenn es denen extrem mies geht, werden sie verstehen dass Populismus keine Politik ist!
  • Roger  Berger 09.11.2016
    Was soll das? All das ist virtuell, und wird sich rasch wieder erholen. Wer in Aktien investiert, muss auch das Risiko tragen. Es dürfte ja absolut nicht sein, dass kaum jemand daran geglaubt hat, dass Trump Präsident werden könnte. Eine totale Fehleinschätzung aller.
  • Paolo  Hugentobler 09.11.2016
    Erstens kann man inexistentes Geld gar nicht vernichten... Kurse fallen und steigen und werden erst beim Verkauf einer Aktie relevant. Dazwischen sind das reine Hirngespinste. Ausserdem hat Trump gar nichts vernichtet, sondern es waren Menschen, die wie die Hühner auf ein Ereignis reagiert haben, ohne erst einmal abzuwarten, was nun eigentlich passiert. Die Börse ist in dieser Beziehung schon lange nicht mehr ernst zu nehmen.
  • Ruedi  Voser 09.11.2016
    Was soll denn dieses Geschrei wieder? Wegen einer Pappnase 1.000 Mrd.? Da sieht man, was die internationalen Börsen für Casinos sind, weitab jeglicher Logik.
  • Dan  Werker 09.11.2016
    Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen "vernichteten" Werten und vorübergehend tieferen Aktienkursen. Dass die Märke bei der Wahl von Obama und anderen Präsidenten ähnlich reagierten scheint an dieser Stelle nicht weiter erwähnenswert zu sein. Ich mag Trump auch nicht, aber es nicht zuletzt diese für jedes Kind offensichtliche vorsätzliche selektive Wahrnehmung und Berichterstattung der Medien welche zu dem Sieg von Trump und anderen populistischen Bewegungen beitragen.
    • Recht  Haber aus Zürich
      09.11.2016
      Ganz meine Meinung. Hätten die Medien nicht aus jeder Fliege einen Trumpifanten gemacht und ihn tagtäglich auf der Frontseite positioniert, wäre das nicht passiert.