Post und SBB machen gemeinsame Sache Swiss Pass wird zur digitalen ID

Ein Login für Online-Geschäfte mit Bundesbetrieben – daran tüfteln SBB und Post. Grundlage dafür sind der Swiss Pass und das Post-Portal. In Zukunft soll die virtuelle Identität noch viel mehr können.

Post und SBB Projekt: Swiss Pass wird zur digitalen ID play
Jeannine Pilloud, SBB-Verantwortliche für Personenverkehr, mit einem Swiss Pass (Archivbild). KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

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Wer Online-Dienste von Post und SBB benutzt, braucht sich künftig nur noch ein Passwort zu merken: Die beiden Bundesbetriebe lancieren zusammen ein Standard-Login auf Basis einer einheitlichen digitalen Identität.

Das teilten die Unternehmen am Freitag gemeinsam mit. Wer heute online Produkte und Dienstleistungen beziehen wolle, muss sich auf dem Portal des Anbieters registrieren, also seine Koordinaten angeben und einen Benutzernamen sowie ein Passwort wählen. Das sei umständlich und könne durch die Vielfalt und Unübersichtlichkeit sehr schnell zum Sicherheitsrisiko werden.

Ein Zugang für viele Online-Angebote

Das neue Standard-Login soll Privatpersonen, Unternehmen und Behörden künftig erlauben, diverse Logins und Passwörter auf ein einziges zu reduzieren und so einen einfachen und sicheren Zugang zu möglichst vielen Online-Angeboten zu gewährleisten.

Die neue digitale Identität soll für Anwender kostenlos sein. Es ist geplant, Post-Portal-Kunden ab 2017 und SwissPass-Kunden ab 2018 die digitale Identität zur Verfügung zu stellen. Benutzen könnten sie also in den nächsten zwei bis drei Jahren über vier Millionen Kunden.

Virtuelle ID auch für den Staat

Die Identität soll später ausgedehnt werden auf Online-Services anderer Schweizer Anbieter und weitere Anwendungen, zum Beispiel im Bereich E-Government. Anbieter der digitalen Identität soll ein Joint Venture von Post und SBB sein - vorbehältlich eines positiven Bescheids durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Der Datenschutz stehe an oberster Stelle, halten die beiden Bundesbetriebe fest. So werde sichergestellt, dass via die digitale Identität kein Datenaustausch zwischen Unternehmen möglich sei. Mit dem Angebot einer standardisierten digitalen Identität wollen die beiden Betriebe «einen nachhaltigen Beitrag zur Digitalisierung der Schweiz leisten».

Publiziert am 16.12.2016 | Aktualisiert am 16.12.2016
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  • Ruth  Müller , via Facebook 16.12.2016
    ..."kein Datenaustausch zwischen Unternehmen möglich sei" ...hahaha, wers glaubt!
    "einen nachhaltigen Beitrag zur Digitalisierung der Schweiz leisten"...dies zu erfinden ist weder post noch SBB zuständig, die sollen einfach ihren auftrag erfüllen und gut ist....
    ich habe auf allen karten denselben persönlichen code, also brauchts gar keine solche neue erfindung von halbstaatlichen unternehmungen!
    ...und verliere ich eine karte, die alles kann, habe ich ein riesiges chaos...
  • Toni  Riess aus Buch
    16.12.2016
    Ich bin erst seit kurzem Swiss-Pass Besitzer. Aber sinnvoll bezüglich Buss/Bahnticket wäre es sinnvoll, wenn man das ticket auf dem Swisspass aufladen könnte (ähnlich wie bei der Londoner-Ubahn) welche dann gescannt. Es ist saublöd, jeweils noch das Ticket aufs Handy zu laden oder ausdrucken, was dem Kunden (moi) bzgl. Strom/Papier/Tinte ja Mehrkosten bringt. Auf dem der Karte aufladen (Am Schalter/online) würden diese Kosten entfallen.
  • Fliederotto  Silkonbort aus Rheintal
    16.12.2016
    Also wenn damit nicht gemeint ist die SuisseID für alle Bereiche zu öffnen dann wäre es ein Schuss in den Ofen! Dann bitte noch ein Zertifikat zur Mailverschlüsselung. Übrigens: Wenn das Anmelden an Plattformen damit vereinheitlicht wird heisst das nur, dass man sieht wo man sich anmeldet und nicht was man dort für wieviel kauft. Es wird immer noch eine Möglichkeit des normalen Anmelden geben denn Ausländer haben keine Karte. Einfach nicht für alles eine extrawust - sonst schmeiss ich alle weg
  • Fritz  Blasimann 16.12.2016
    nein danke! ich brauche kein vom Staat beaufsichtigtes Onlineshoppen! Aber alle die das jetzt geil finden, waren sicher absolut gegen das neue Geheimdienstgesetzt..... es ist definitiv Zeit für eine Service Public Diskussion. Was hat das noch mit Service Public zu tun, wenn Steuerfinanzierte Unternehmen ihr Angebot auf eine digitale ID ausweiten?! Das hat überhaupt nichts mit dem Serviceauftrag und den Kompetenzen dieser Unternehmen zu tun!
  • Dani  Rosso 16.12.2016
    Post und SBB... das wird einigen wieder die Stelle kosten... und uns eine Preiserhöhung bescheren... oder glaubt irgend jemand echt daran das dieses Digitale Ding für uns gratis ist... die Kosten werden einfach wo anders reingeholt resp. gespart...