Pharmariese rapportiert interne Betrugsfälle Novartis lässt die Hosen runter

Kein Unternehmen ist transparenter als Novartis. Von internen Betrugsfällen über den Lohn des Ex-Chefs bis zu fristlosen Kündigungen: Bei Novartis ist alles öffentlich.

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1299 Fälle von Fehlverhalten wurden bei Novartis im vergangenen Jahr laut Geschäftsbericht gemeldet. In 755 Fällen erwiesen sich die Vorwürfe als berechtigt, was zu 343 Kündigungen führte. In knapp der Hälfte der Fälle handelte es sich um Betrugsvorwürfe. In 30 Prozent wurden interne Richtlinien verletzt. Bei einem Viertel der Fälle handelt es sich um Konflikte zwischen Mitarbeitern. Im Vergleich zum Vorjahr haben die gemeldeten Fälle von Fehlverhalten um 16 Prozent abgenommen. 

Auch bei den Löhnen setzt Novartis Massstäbe in Sachen Transparenz. Im Geschäftsbericht ist detailliert aufgeführt, in welchen Bereichen Konzernchef Joe Jimenez die Ziele erfüllt hat und wo nicht. So bleibt er beim Umsatz und bei weiteren Finanzkennzahlen unter den  Vorgaben des Verwaltungsrates. Unter dem Strich erhält er aber sowohl bei den Finanzzielen («Slightly above targe») und bei den individuellen Zielen («At target») genügende Noten.

Jimenez erhält dafür ein Jahressalär von 11,6 Millionen Dollar, 1 Million weniger als im Jahr zuvor. Hätte er in allen Bereichen die Erwartungen übertroffen, wären ihm mehr als 20 Millionen Franken sicher gewesen. Mit weniger muss Ex-Chef Daniel Vasella auskommen: Der einst bestbezahlte Manager Europas erhielt letztes Jahr noch 250000 Dollar. Das ist das Minimum, das ihm gemäss Vertrag zusteht.  

Publiziert am 27.01.2016 | Aktualisiert am 08.03.2016
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5 Kommentare
  • Andreas  Keusch , via Facebook 28.01.2016
    Interessant, beim Verteilkampf im Missbrauch unserer Prämiengelder zwischen den KKs und Pharma greift Novartis nun zur nächsten angeblichen Saubermannoffensive. Wichtiger wäre zu unserem Schutze die absolute Transperanz aller veröffentlichten und unveröffentlichten Studien sowie Veröffentlichung deren Saftey Update Reports zu den vermarkteten Medikamenten!
    So bleibt es leider nur ein ablenkendes Täuschungsmanöver zur Wahrung der finanz. Vorteilsnahmen gegenüber uns Versicherten und Patienten
  • Udo  Beumers , via Facebook 28.01.2016
    Vasella musste hart für seine Viertelmillion arbeiten - zumindest für seine Verhältnisse: Er beteiligte sich für 1-2 Tage an einer Kaderschulung.
  • Ursula  Zweifel 27.01.2016
    Vasella hat vorher über 300 Mio Franken kassiert......
    • Melissa  Baumann 27.01.2016
      Er geniesst sicher Ferien auf Hawaii, Malediven oder Bora Bora, da er beruflich so ein anstrengendes Leben hat. Er braucht schon sehr viel Kraft um nur sein Vermögen zu zählen!
    • Alex  Müller aus Thalwil
      27.01.2016
      Vasella muss sehr hart und viel gearbeitet haben um solche lohnzahlungen gerecht zu werden. Ein super-mega-manager :-/ da muessen sich alle anderen mit einem "kleinen" salär als unnötig und nicht effizient fühlen. Danke, danke, danke herr vasella, dass sie so gut arbeiten und darum soches salär verdienen.