Pharma Medien: Neue Spekulationen zum Deal von Actelion und J&J

ALLSCHWIL - BL - Spekulationen, wie ein mögliches Zusammengehen von Actelion und Johnson&Johnson (J&J) aussehen könnte, gehen weiter. Inzwischen ist die Rede davon, dass der Baselbieter Pharmakonzern nicht unbedingt im US-Konzern aufgehen werde.

Actelion-Übernahmegerüchte: Gibt es Fusion mit Johnson&Johnson? play
Der markante Actelion-Hauptsitz von Herzog & de Meuron in Allschwil: Das Baselbieter Biotechunternehmen steht vor einem Zusammengehen mit dem US-Konzern Johnson & Johnson. (Archiv) KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

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Actelion hatte am vergangenen Freitag Gespräche einer möglichen Transaktion mit J&J bestätigt. Börsianer hatten in der Folge mit einem Transaktionspreis von bis zu 250 Franken je Aktie oder bis zu rund 26 Milliarden Dollar gerechnet.

Laut einem Bericht die «Financial Times» (FT) vom Dienstag, in dem sich die Zeitung auf beteiligte Personen beruft, wird Actelion jedoch nicht unbedingt im US-Konzern aufgehen. Die Diskussionen mit den Amerikanern gingen vielmehr dahin, dass Actelion mit relevanten Teilen des Pharmageschäfts von J&J vereint werden könnte.

Die Transaktion würde dann ein neues, grösseres Biotech-Unternehmen schaffen. J&J würde ein Grossaktionär der neuen Gesellschaft werden und könnte zudem etwas Cash einschiessen, um den Deal zu ermöglichen.

Actelion und J&J haben laut FT eine Stellungnahme abgelehnt. Man habe der jüngsten Medienmitteilung nicht hinzuzufügen, hiess es am Dienstag von Actelion auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Dem jüngsten FT-Bericht zu entnehmen ist auch, dass Actelion nicht aktiv einen Verkauf der Gesellschaft anstrebe und lediglich ihre Optionen abwäge. J&J habe von Anfang an angenommen, dass sich Actelion-Gründer und Konzernchef Jean-Paul Clozel nicht von seiner Firma trennen wolle. Die Diskussionen seien daher mit dem Ziel angestossen worden, eine Lösung zu finden, die sowohl für Clozel als auch für die Aktionäre attraktiv wäre.

Nachdem die Übernahmespekulationen den Aktienkurs in den vergangenen massiv angetrieben hatten, gaben die Actelion-Aktien am Dienstag stark ab. Sie waren mit Abstand die grössten Verlierer unter den Blue Chips.

Die Valoren notierten nach 11 Uhr um 4,6 Prozent tiefer. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI stand indes leicht tiefer mit -0,1 Prozent. Am Vortag hatten die Actelion-Titel noch knapp 3 Prozent zugelegt. Seit den ersten Übernahmespekulationen vergangene Woche legten diese bis zum Schluss am Montag rund 23 Prozent zu. Auf Jahressicht gehören sie sogar zu den grössten Gewinnern und liegen 30 Prozent im Plus.

Der Rückgang des Aktienkurses am Dienstag sei nicht überraschend, weil es nun eher nach einer Akquisition von J&J-Teilen im Gegenzug für eine Beteiligung aussehe, hiess es am Markt. Die Hoffnung auf ein hohes Barangebot von J&J für Actelion sinke daher. (SDA)

Publiziert am 29.11.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016
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