Pharma-Aktien tiefrot Trump-Statements lassen Novartis-Kurs weiter tauchen

ZÜRICH - Die Aussage des neuen US-Präsidenten, die Medikamenten-Preise in den USA zu drücken, führt zu Kursverlusten der Pharma-Konzerne an der Schweizer Börse.

Novartis-Aktie in tiefrot nach Donald Trumps Pharma-Ansage play
CHRISTIAN BEUTLER

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Tiefroter Börsenstart heute Morgen für die Basler Pharmariesen: Die Novartis-Titel rutschten mit 2 Prozent ins Minus, den Roche-Aktien erging es mit einem Taucher von 1,7 Prozent nicht viel besser. Das hatte auch Auswirkungen auf den Swiss Market Index (SMI): Er startete mit einem Minus von 0,6 Prozent.

Im weiteren Verlauf des Vormittags wuchsen die Kursverluste auf über 3 Prozent bei Novartis und 2,4 Prozent bei Roche. Kleinere Titel wie Basilea, Cosmo, Santhera und BB Biotech notieren ebenfalls im Minus.

Händler nannten Trump-Äusserungen als Grund für den Einbruch der Pharma-Aktien. Der gewählte Präsident erwecke den Eindruck, dass er tiefere Medikamentenpreise anpeilen werde, heisst es. 

Der Hintergrund: Der baldige US-Präsident Donald J. Trump (70) hatte gestern angekündigt, die Medikamentenpreise in den USA zu senken (BLICK berichtete).

Novartis-Aktie in tiefrot nach Donald Trumps Pharma-Ansage play
Donald Trump an der gestrigen Pressekonferenz in New York City. Reuters/Shannon Stapleton

«Werden Milliarden sparen»

Staatliche Krankenversicherungen wie Medicare würden Milliarden von Dollar sparen, sagte Trump an seiner allerersten Medienkonferenz als designierter Präsident. Direkt nach seiner Aussage gaben die Kurse von vielen Pharma-Firmen an den US-Börsen nach.

Der Novartis-Kurs sackte gestern in New York bereits um gut zwei Prozent ab – und Pfizer verlor sogar 2,6 Prozent.

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
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11 Kommentare
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    12.01.2017
    Jetzt kann ich nachfühlen, warum in der Schweiz solch horrende Medi-Preise bezahlt werden und dabei nicht eingeschritten wird !. Keine Krähe hackt der anderen die Augen aus.....
  • Paul  Meier aus Bergdietikon
    12.01.2017
    "Tiefroter Börsenstart"??? Dachte schon, die Titel seine 10 Prozent oder gar mehr eingebrochen.... -2 Prozent ist heutzutags wirklich nichts spezielles. Aber es würde Sinn machen, auch unsere Regierung würde da mal durchgreifen... Natürlich brauchen die Pharma Firmen Geld für Research. Aber so lang sie den fünffachen (oder noch höheren) Umsatz als Preis für eine Uebernahme bezahlen können schwimmen so auch sonst schon im Geld! Da können die Produkte Preise getrost sinken.
  • Landre  Marb , via Facebook 12.01.2017
    Interessantes Beispiel des Konfliktes zwischen Finanz- und Realwirtschaft. Zum Beispiel politische Demokratien sichern ihre Virtuosität mittels Gewaltentrennung mit implementierten "checks and balances".
    Diese Sicherheiten unterwandert oder unterlässt die Finanzwirtschaft markant, was in einer kapitalistisch freien Marktwirtschaft zu totalitären Mächte (in diesem Fall zu Gunsten der Finanzwirtschaft) führen kann und anscheinend effektiv führt.
    • Daniel  Nussbaum 12.01.2017
      Schön geschrieben und leider wahr. Egoismus kommt (noch) vor dem sozialen. Doch wer gibt Gegensteuer? Die etablierten Parteien kaum.
  • Markus  Schweizer 12.01.2017
    So kann man Auch geld erwirtschaften... Müsste man jetzt schauen wer vor seiner Aussage alles Phamra Aktien verkauft hat. bin mir sicher in ein paar Wochen kommt dan eine ganz andere Aussage von Trump und die Kurse gehen dan wieder hoch. Und seine Kumpels scheffeln dan Gewinn mit den Aktien Käufen/Verkäufen.
  • Ludwig  Chrösius aus Ort
    12.01.2017
    Und wenn auch, wird Zeit dass diesen Pharmariesen endlich der goldene Hahn zugedreht wird.