Peter Spuhler klagt über Währungskrise «Wir verdienen zurzeit kein Geld»

Trotz voller Auftragsbücher verdient der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail kein Geld. Schuld sei der starke Franken, sagt CEO Peter Spuhler.

Spuhler, President and Chairman of Stadler Rail AG, speaks during a news conference  at the «Stadler Minsk» plant in Fanipol play
Peter Spuhler an einer Pressekonferenz in Minsk. Stadler Rail unterhält dort eine Produktionsstätte (10. Februar 2016). Reuters

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Sie erhalten Aufträge, produzieren, und kommen trotzdem nur knapp über die Runden. Wäre die Stadler Rail Group ein Mensch, wäre sie wohl ein Working Poor.

Die Aufhebung des Euro-Franken-Kurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) vor einem Jahr schmerzt den Schienenfahrzeughersteller immer noch. In der «Zentralschweiz am Sonntag» klagte am Sonntag Inhaber und CEO von Stadler Rail, Peter Spuhler (57), über den Druck auf die Margen: «Wir verdienen zurzeit kein Geld.»

«Es drohen gravierende Steuerausfälle»

Nichts zu beklagen gebe es dagegen beim Auftragsbestand. «Wenn die Wechselkurse nicht noch einmal verrückt spielen, sollten wir 2016 schrittweise zu unserer alten Stärke zurückfinden», so der ehemalige SVP-Nationalrat.

Spuhler kritisiert nicht den SNB-Entscheid an sich, den Mindestkurs zum Euro aufzuheben, sondern vor allem die Art und Weise, wie dies ablief. Für die Staatskassen zeichnet er ein düsteres Bild: «Die Politik der SNB wird 2016 gravierende Steuerausfälle bei juristischen Personen zur Folge haben.» (ogo)

Publiziert am 15.02.2016 | Aktualisiert am 12.03.2016
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  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    16.02.2016
    Nicht der Franken ist zu stark sondern der EURO wird künstlich tief gehalten. Alle Großen manipulieren die Märkte nur die naive Schweiz hält sich noch an die Regeln. Schaut man sich an was die chinesische Nationalbank, die FED und die EZB machen so sieht man eine Wiederentdeckung des alten Machiavelli. Aber bevor die Schweiz sich traut selber einmal die Ellenbogen einzusetzen geht eher die Wirtschaft bachab. Das wäre ja ein vulgäres, also unschweizerisches Verhalten.
  • John   Kling aus venosa
    15.02.2016
    Ich glaube nicht das Spuhler jammert, Spuhler stellt fest!
    Denn NICHT Spuhler hat diesen Artikel geschrieben und Muss auch nicht damit Geld verdienen.
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    15.02.2016
    Die SNB hat jetzt schon über 580 Mrd in ausländischen Reserven - davon 82 Prozent in Anleihen und Bonds, die massiv an Wert verlieren werden, wenn ersten Staaten mal zahlungsunfähig würden.
    Man kann die SNB Bilanz noch stärker aufblähen, aber irgendwann ist dann unser Land infolge dieser Währungspolitik auch am A.....!
  • Marion   Jost aus Schönenwerd
    15.02.2016
    Was ich nicht ganz verstehe ist, dass man doch wusste dass der Tag kommen wird, an dem diesen künstlichen Europreis aufheben wird und man wieder den Markt speilen lässt. Warum haben diese nun jammernden Unternehmer nicht vorgesorgt? Und profitieren nicht die meisten beim Einkauf von einem niedrigen Eurokurs??
  • Nora  von Velten 15.02.2016
    Also ich hätte da mal einen Vorschlag an all diese "Jammeris". Ich kenne da eine Frau Martullo, sie exportiert 95 Prozent, ich habe sie noch nie jammern gehört, im Gegenteil, sie macht jedes Jahr mehr Gewinn und kann sogar eine zusätzliche Dividende auszahlen. Vielleicht organisiert sie Kurse, wie man erfolgreich ein Unternehmen führt.
    • Marion   Jost aus Schönenwerd
      15.02.2016
      Naja, wer nicht dort arbeitet weiss ja nicht wie es abläuft, was bekommen die Angestellten? Vielleicht zahlt Spuhler etwas fairer... denn Umsatz macht man oft auf dem Buckel des kleinen Arbeiters!
    • Simon Andreas  Schild 15.02.2016
      Dann müssen Sie aber auch wissen, dass diese Firma teilweise Kurzarbeit eingeführt hat, da gibt es dann ein paar Millionen von der Arbeitslosenkasse. Und wenn die Geschäfte so gut laufen, dann ist das zu 10 Prozent den Verdienst des Management, die anderen 90 Prozent kommen von dem Mitarbeiter - aber ob die auch etwas davon haben bezweifle ich.
    • Urs  Leibundgut 15.02.2016
      Frau vom Velten, wenn ich richtig gezählt habe, hat EMS-Chemie 26 Produktionsstandorte und 3 davon in der Schweiz. Soviel zum Produktionsstandort CH und EMS-Chemie = CH
      EMS Chemie ist ein Weltkonzern, ein Moloch, nicht besser als andere Weltkonzerne. Die Blochers stellen es nur gerne als KMU dar, weil der Sünnelibürger es halt besser findet.