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Da war er noch zuversichtlich: Mark Zuckerberg beim Börsenstart von Facebook (Archiv)
(Keystone)Heute Nachmittag öffnet Facebook seine Bücher. Die Anspannung vor der ersten Zahlenvorlage des Kontaktnetzwerks als börsennotiertes Unternehmen ist gross.
Die Börse hat die Geduld mit Facebooks Spiele-Lieferant Zynga verloren: Im nachbörslichen US-Handel fielen die Aktien gestern um 40 Prozent auf 3,12 Dollar. Dabei wurde Zynga beim Börsengang im Dezember noch als künftiger Börsenstar gefeiert. Damals kostete die Aktie 10 Dollar.
Grund für den Absturz: Der «Farmville»-Anbieter kappte seine Jahresprognose nach einem unerwartet schwachen Geschäftsquartal. Mehrer Quartale hintereinander liefen Verluste auf. Von April bis Juni verlor der Spieleentwickler fast 23 Millionen Dollar. Neue Games kommen später heraus als geplant und bestehende Games verlieren Spieler. Das Umfeld auf Facebook sei «herausfordernder» geworden, erklärte Zynga.
Facebook hängt am Softwareentwickler Zynga
Pikant: Facebook verdankt Zynga etwa 15 Prozent seines Umsatzes. Zwischen den beiden Unternehmen besteht heute noch eine fast symbiotische Verbindung: Über das Soziale Netzwerk kommen die meisten Spieler zu Zynga. Kein Wunder, brach gestern nachbörslich auch Facebook an der Börse ein. Die Aktien fielen fast 10 Prozent auf gut 27 Dollar. Damit liegen die Facebook-Titel nur noch knapp über dem Allzeittief von 25.52 Dollar.
Zur Erinnerung: Beim Börsengang im Mai hatte Gründer Mark Zuckerberg die Aktie noch zu 38 Dollar unters Volk gebracht.
Zynga Böses Omen für Facebooks Quartalszahlen?
Die Anspannung vor der ersten Zahlenvorlage Facebooks als börsennotiertes Unternehmen ist daher gross. Donnerstagnachmittag Schweizer Zeit öffnet Zuckerberg die Bücher. Ein Anhaltspunkt: Analysten erwarten Erlöse von 1,14 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn von 0,11 Dollar pro Aktie. Die Beobachter rechnen mit einem Abschwung des Wachstums.
Denn: Zuletzt kursierten Gerüchte, dass Facebook die ersten Nutzer weglaufen. Sorgen bereitet auch das Mobilgeschäft. Viele Nutzer halten mittlerweile lieber übers Smartphone Kontakt zu Freunden als via PC oder Mac. Da die Bildschirme der Telefone jedoch klein sind, ist es schwer möglich, Werbung zu schalten - die Haupteinnahmequelle von Facebook. (uro)
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