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Zuerst dienten sie der Diplomatie: 1972, noch mitten im Kalten Krieg, bekam der damalige US-Präsident Richard Nixon von seinen chinesischen Gastgebern ein Panda-Paar geschenkt. Und damit begannen die herzigen Bambusfresser mit den schwarzen Wuschelohren und den traurigen Augen ihren Siegeszug durch amerikanische Zoos.
Das kriegten natürlich auch die geschäftstüchtigen Chinesen mit. Und bald wurden die Pandas nicht mehr verschenkt, sondern – vermietet. Heute für rund 2,7 Millionen Dollar (3,5 Mio. Franken) pro Paar und Jahr. Und wenn gar ein Panda-Baby auf die Welt kommt, freut das nicht nur die Zoo-Besucher. Sondern auch die Verleiher. Denn die kassieren dann noch einmal gut 800000 Dollar.
Schön für die Kommunisten! Die sacken mittlerweile rund 108 Millionen US-Dollar (140 Mio. Franken) aus diesem Panda-Geschäft ein. Aber schade für die Tierparks. Der Direktor des Zoos von Atlanta sagte dem «London Telegraph», wenn die Leih-Gebühren nicht deutlich gesenkt würden, würde man die Wuschelohren dankend zurückgeben müssen. Denn wegen des Mietpreises sei der Besuch aus China fünf Mal so teuer wie das zweite Tier auf der Kostenskala, der Elefant. Und der ist ja auch einen Zoo-Besuch wert.