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Der wohl grösste Skandal in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte nach dem Untergang der Swissair soll für die verantwortlichen Manager der UBS keine Folgen haben.
Im Gegenteil: Die Bank will ihren Ex-Spitzenleute Marcel Ospel, Peter Kurer, Marcel Rohner und Peter Wuffli jetzt sogar die Absolution erteilen.
Die Aktionäre der Grossbank sollen Ospel und Co. an der Generalversammlung vom 14. April Décharge erteilen.
Job gut gemacht, weiter so
Das heisst: Job gut gemacht, alles bestens, nur nicht mehr zurück schauen. Trotz Milliardenverlusten, gigantischen Abschreibungen und dem Fast-Kollaps der ganzen Bank.
Stimmen die Aktionäre dem Décharge-Wunsch zu, sind Ospel, Rohner, Kurer und Wuffli aus dem Schneider (siehe Nachgefragt mit Wirtschaftsrechtler Peter V. Kunz). Der Bank sind fortan die Hände gebunden. Klagen kann sie nicht mehr.
Ospel und Co. können ihre abgezockten Millionen also in aller Ruhe geniessen.
Keine Strafe für die UBS-Bosse
Aber: Nicht nur die UBS selbst lässt ihre Ex-Verantwortlichen laufen. Auch der Staat will nichts tun.
Nach einer 8 Monate dauernden Untersuchung hat die Staatsanwaltschaft des Kanton Zürich keinen Verdacht auf strafbares Verhalten nach Schweizer Recht entdeckt. Die Behörde hat auch zwei Strafanzeigen der SP und eine von CVP-Nationalrat Urs Hany zurückgewiesen.
Immerhin: Auf Strafverfahren hat die Décharge keinen Einfluss. Sie bleiben rein theoretisch möglich.
Praktisch aber kann nur noch die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) heikel werden für Ospel und Co. Falls die PUK denn überhaupt kommt. Das ist offen: Die Mehrheit der Bundes-Politiker wollen erst einmal abwarten, was ihre Geschäftsprüfungskommission zusammenträgt. Erst dann soll entschieden werden, ob eine PUK eingesetzt wird.