Presseschau «Ospel sollte sich selbst feuern»

  • Publiziert: 11.12.2007, Aktualisiert: 02.01.2012

ZÜRICH – Das Debakel der UBS ist das Hauptthema der Presse. Für viele Kommentatoren ist das Vertrauen in die grösste Schweizer Bank futsch. Sie fordern Ospels Kopf.

16000000000, sechzehn Milliarden Franken: So viel muss sich die (noch) grösste Schweizer Bank ans Bein streichen. Weil sich die UBS-Bosse mit der US-Hyprokrise total verspekuliert haben (blick.ch berichtete gestern).Es könnte sogar noch schlimmer kommen. Die meisten Zeitungskommentare weisen darauf hin, dass eine Vorhersage zur weiteren Entwicklung der Immobilienkrise unmöglich ist. Die UBS müsse auf der Hut bleiben, warnt die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ). Dies gelte besonders fürs Vermögensverwaltungsgeschäft, in dem die UBS weltweit führend ist. «Ein Vertrauensverlust wohlhabender Privatkunden und institutioneller Anleger» könnte das Finanzinstitut «nachhaltig erschüttern. Und: Ospel müsse handeln. Entweder er kriegt seinen Laden in den Griff – oder! Die «Basler Zeitung» (BaZ) bezeichnet Ospel als verantwortlich für die «fatalen Folgen». Ospel müsse nun das «Debakel ausbaden und für Ordnung sorgen». Die «Neue Luzerner Zeitung» (NLZ) sieht Ospels Position geschwächt. «Ob er sich halten kann, hängt davon ab, wie weit er bei Kunden und Investoren zur Imagehypothek mutiert». Der «Tages-Anzeiger» (TA) sieht das Vertrauen massiv angeschlagen, auch mit Blick auf die neuen Grossinvestoren. Einer bleibe gar anonym, und bei Singapur handle es sich um ein Staatswesen, «das westlichen Demokratiestandards nicht standzuhalten vermag». «Le Quotidien Jurassien» schliesslich bringt auf den Punkt, was viele bisher nur denken: «Marcel Ospel muss gehen». Dies sei besser für die Glaubwürdigkeit der Bank. Das sieht die angesehene «Financial Times» auch genauso. Ospel sei selber eine Hypothek geworden: «UBS-Präsident Ospel sollte sich selbst feuern»! (snx)

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