Opec friert Produktion ein: Iran dreht den Öl-Hahn auf

Trotz Ölschwemme will Iran eigenes Erdöl auf den Markt bringen. Obwohl sich einige Opec-Länder und Russland darauf geeinigt haben, die Fördermengen auf dem Stand von Januar einzufrieren.

File photo of gas flaring from an oil production platform at the Soroush oil fields. play
Die iranische Souroush Ölplattform im persischen Golf. Reuters

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Die Sanktionen sind gefallen und Iran steht bereit, wieder mehr eigenes Öl auf den Markt zu bringen. Das zu einer Zeit, in welcher der Ölpreis im Sturzflug ist. Denn auf dem Markt herrscht seit langem ein Überangebot.

Das scheint den Iranern egal zu sein: «Bisher sehen wir Bedarf im Ölmarkt und wären daher nicht bereit, auf unseren Anteil zu verzichten», sagte Irans Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh am Dienstag der Agentur Irna zufolge.

Sanganeh verwies auf ein geplantes Treffen mit seinen Kollegen aus Venezuela und dem Iran an diesem Mittwoch in Teheran, bei dem das Vorhaben besprochen werden solle.

Russland stellt Forderungen

Die wichtigen Ölförderer Russland und Saudi-Arabien hatten sich mit Katar und Venezuela darauf geeinigt, die Fördermengen auf dem Niveau vom Januar einzufrieren.

Der russische Energieminister Alexander Nowak hatte jedoch zur Einfrierung die Voraussetzung genannt, andere Fördernationen müssten sich dem Plan ebenfalls anschliessen.

Damit wollen die Länder den Verfall der Ölpreise eindämmen, die seit Mitte 2014 um bis zu 70 Prozent eingebrochen waren. (ogo/SDA)

Publiziert am 16.02.2016 | Aktualisiert am 25.02.2016
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7 Kommentare
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    17.02.2016
    Die Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen den Iran heizt die Rivalität zwischen Teheran und Riad noch weiter an. Der Iran muss Erdöl ohne Rücksicht auf die Lage im Nahen Osten verkaufen um den Investitionsstau abzubauen. Damit werden alle Versuche den Ölpreis zu stabilisieren unterlaufen und bringt viele Opec-Staaten aber auch Russland an den Rand des Staatsbankrotts. So gewinnt der Syrien-Konflikt eine neue, noch gefährlichere Dimension weil die Konfliktparteien ums eigene Überleben kämpfen
  • Daniel  Kohler aus Wohlen
    17.02.2016
    Egal. Der Zaehler an der Tanksaeule schufftet weiterhin im Akkord. Egal wie billig Erdoel ist, der Preis fuer den Sprit in der Schweiz faellt kaum. Gruende gibts natuerlich immer. Entweder ist der Winter zu warm oder zu kalt, der Rhein fuehrt zu viel oder zu wenig Wasser. Oder vielleicht ist auch nur die Frau vom Exxon-Chef gerade Kopfschmerzen oder ein Gruenes Maennchen auf dem Mars hat sich den Fuss verstaucht.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    16.02.2016
    Kaum kann der Konsument einmal von den tieferen Sprit-Preisen profitieren, kommen die Politiker und verderben uns den Spass wieder_und die Milchkuh Autofahrer wird weiter abgemolken von den Öl-Milliardären und vom eigenen Staat !
  • Ulrich  Schwab 16.02.2016
    Die Schweiz wird aber den Preis für Erdölproduckte nicht einfrieren und ungehemmt erhöhen.
    • Peter  Stahl aus Baden
      17.02.2016
      ja..weil sich die Schweizer alles gefallen lassen

  • Marco  Kälin aus Dietikon
    16.02.2016
    Es gab einmal eine Zeit da sprach man von einer Ölkrise und die Autos bei uns standen an gewissen Sonntagen still. Damals verlautbarten die Verantwortlichen das dass vorhandene Öl noch so an die 20 Jahre reichen würde, um zum Einen ein Umdenken zu bewirken und zum Anderen, der wichtigere Aspekt, um mehr verdienen zu können, auch beim Staat mit zusätzlicher Besteuerung. Heute, 30 Jahre später frage ich mich woher das viele Öl kommt das plötzlich so billig auf dem Weltmarkt angeboten wird.
    • Taner  Thompson aus Wil
      16.02.2016
      ...in den Meerestiefen.Damals gabs diese Technologie noch nicht.Zum Beispiel "Fracking" ist auch erst seit 10 Jahren in Betrieb.Diese beiden technologien gabs früher nicht.Fracking als Beisp: Es wird zuerst weit gebohrt und dann wird Flüssigkeit in den Gestein gepumpt,dass sich Risse bilden und das Gas oder Öl Gemisch wird wieder hochgepumpt gereinigt/verarbeitet,dass man pures Öl oder Gas hat.Diese Technologien sind aber nicht ohne:
      Fracking=Erdbeben.
      Explosion=grösste Öl-Katastrophe (2010 BP)