Online-Shopping Schweizer posten für 7,2 Milliarden Franken im Netz

Die Zahl der Einkäufe im Online- und Versandhandel wächst unaufhörlich. Eine neue Welle von Päckli aus China überschwemmt den Markt.

Sabine Möll: «Schweizer kommen sogar aus Zürich, um Pakete zu senden» play
Schweizer lassen sich für 250 Millionen Franken Päckli an ausländische Abholstationen liefern. Sabine Wunderlin

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Bis zu 40 Prozent geben auf Diese Lehren werden am meisten abgebrochen
2 Vielerorts geht nichts mehr Kunden ärgern sich über Swisscom TV
3 «Birreweiche» Mieterhöhung um 40 Prozent Alprausch schiesst mit...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
6 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden

Die Päckli-Flut reisst nicht ab: Schweizer kauften im vergangenen Jahr für 7,2 Milliarden Franken in Online-Shops und bei Versandhändlern ein. Gegenüber dem Vorjahr beträgt das Plus 7.5 Prozent oder 500 Millionen Franken. Das besagt eine Studie des Versandhandels (VSV), der Marktforscher GfK und der Schweizerischen Post.

Zum Vergleich: Der Umsatz des gesamten Schweizer Detailhandels betrug 95,4 Milliarden Franken im letzten Jahr, nach 97,6 Milliarden im Vorjahr. Innerhalb der letzten fünf Jahren verlor der stationäre Handel 2,5 Milliarden Franken, der Online- und Versandhandel legte seit 2010 um 1,8 Milliarden zu.

Heimelektronik am gefragtesten

Wer im Internet bestellt, postet vor allem eines: Heimelektronik sowie Kleidung und Schuhe, schreiben die Studienverfasser. Häufig fällt hier der Name des Online-Modehauses Zalando. Aber auch der Marktplatz Amazon. Interessant: online bestellte Waren im Wert von 250 Millionen Franken holten Schweizer an ausländischen Päckli-Stationen ab.

Immer mehr Produkte kommen aus Asien: «2015 hat eine erste Welle an Direktimporten aus China die Schweiz erfasst», heisst es. In den letzten drei Jahren hat sich das Sendevolumen aus China jährlich verdoppelt. 2015 lieferte die Post 2,5 Millionen Päckli aus – der Grossteil stammt von Online-Händlern aus der Volksrepublik.

Schweizer posten bei Aliexpress

Der bekannteste bei uns ist die Online-Handelsplattform Alibaba und ihre Ableger wie Aliexpress. Die Studienherausgeber erwarten, dass 2016 noch mehr in China bestellt wird. Diese Entwicklung mache heimischen Anbieter Druck, die Preise nach unten anzupassen.

So geht die Studie gesamthaft von einem Online-Wachstum zwischen 7 bis 10 Prozent im laufenden Jahr aus.

Jeder Fünfte Einkauf im Netz

Spätestens 2019 erfolge jeder Fünfte Einkauf (ausser Lebensmittel) in der Schweiz im Internet anstatt im Laden. Derzeit beträgt der sogenannte Non-Food-Anteil   (online) 14 Prozent. Der Anteil im Internet gekaufter Lebensmittel stagniert bei 1.8 Prozent.

In den nächsten drei Jahren soll es auch möglich werden, die Ware eine Stunde nach Bestellung in Empfang nehmen zu können. Nicht festlegen wollten sich die Studienautoren, welcher Marktplatz die Schweiz dominieren wird: Ist es Ricardo, Amazon oder Siroop? Die Zukunft wird es weisen.

Publiziert am 04.03.2016 | Aktualisiert am 15.08.2016
teilen
teilen
6 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden

13 Kommentare
  • Norbert  Lüer aus Lugano
    22.04.2016
    Bald wird das Online-Shoppen für die Schweizerinnen und Schweizer im EU-Ausland noch einfacher. Eurogoods, wird bald online sein und allen Schweizern die Möglichkeit bieten, in allen EU-Internetshops einzukaufen, auch dort, wo eine Lieferung in die Schweiz bisher nicht angeboten wird. Eurogoods erledigt die Zoll- und Steuerformalitäten und liefert die Ware zu Ihnen nach Hause. Sie können Eurogoods auf der Crowdfunding Plattform „Startnext“ unter https://www.startnext.com/eurogoods unterstützen.
  • Ovis   Colonus 05.03.2016

    Viele Händler in der Schweiz zahlen höhere Einstandspreise.
    Es ist zum Lachen das ich teilweise bei Deutschen Händlern bessere Konditionen bekommen (Parallelport), wie beim Ausländischen Hersteller oder Grosshändler, der für die Schweiz zuständig ist. Die Grosshändler und Hersteller wollen in der Schweiz die Höherer Kaufkraft Abschöpfen.
  • Ovis   Colonus 05.03.2016
    Herr Hess ich möchte Ihnen nicht zu nahe Treten :
    aber ich weiss was eine Näherin in Deutschland verdient (Auch Serbien Thailand u.s.w)
    Als schimpfen Sie nicht so, Ihre Frau Verrechnen in diesem Land auch VIEL höhere Preis wegen der Lohnkosten
  • Hermann  Dornauer aus Bishkek
    05.03.2016
    Zu meinem Kommentar, es sind nicht nur die Preise, meistens ist es der Service welcher in D-Internetshops um vieles flexibler und besser ist.
    Gilt übrigens auch für Ladengeschäfte wenn ich dann mal wieder in Europa bin. Darüber sollte sich die CH-Geschäftswelt mal Gedanken machen. Die Preise für einen Parkplatz in der Schweiz, vor allem Zürich, helfen da auch mit die Kunden zu vertreiben.
  • Andreas  Hüssy , via Facebook 04.03.2016
    Super, 7 Mrd online, 10 Mrd im Ausland. Ergibt 17 Mrd die der Schweizer Wirtschaft flöten gehen. Geniale Entwicklung und es gibt tatsächlich noch Leute die sich wundern wenn Firmen abwandern. Bis man selbst den Job verliert... dann gehen einem vielleicht die Augen auf. Oder auch nicht... traurig traurig, eine Welt voller Egoisten
    • Hermann  Dornauer aus Bishkek
      05.03.2016
      Wohne im ferneren Ausland, bin Schweizer. Internet-shop Antworten Schweiz, nebst höherer Preise trotz tieferer MwSt. für D-Produkte, wenn man etwas zusätzlich braucht wie eine Ursprungsbescheinigung auf der Rechnung - können wir nicht oder machen wir nicht. Internethändler in München, kein Problem, machen wir, schicken Sie uns die Angaben! Wenn Sie uns dann noch die Ausfuhrbescheinigung zukommen lassen vergüten wir Ihnen nach Erhalt die MwSt., sind in meinem Fall doch € 640.00. Noch Fragen?