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Erstmals sehe die Afghanistan-Strategie der USA beide Länder als ein Problem an, sagten Regierungsvertreter gestern in Washington. Zudem wolle Präsident Barack Obama bis zum Herbst zusätzlich zu den bereits angekündigten 17000 Soldaten 4000 Militärausbilder zum Ausbau der afghanischen Armee entsenden.
Auch die Nato solle für die Wahlen im August ihre Truppen am Hindukusch aufstocken. Dies könne beim Gipfel der Allianz kommende Woche in Strassburg und Baden-Baden verkündet werden. Obama will die neue US-Strategie für Afghanistan heute vorstellen.
Al-Kaida-Chef Osama bin Laden werde im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan vermutet, sagten die US-Regierungsvertreter weiter. Von dort aus planten er und seine Gefolgsleute neue Anschläge auf die USA und ihre Verbündeten.
Diese halbautonomen Stammesregionen gelten als Rückzugsgebiete der mit Al-Kaida verbündeten afghanischen Taliban-Rebellen.
Die neue US-Strategie habe ein klares Ziel: Al-Kaida diese Unterschlupfmöglichkeit und ihr Unterstützernetz zu nehmen und die Islamisten daran zu hindern, neue Zufluchtsorte in Afghanistan aufzubauen, sagten die Regierungsvertreter.
Als Teil offensiver diplomatischer Bemühungen in der Region setze die US-Regierung dabei auch auf die Hilfe Russlands, Chinas, Indiens und des Iran. Die Kosten des Afghanistan-Einsatzes würden wahrscheinlich um 60 Prozent steigen auf knapp 40 Milliarden Dollar im Jahr. (SDA/gux)
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Barack Obama hält nach Mitgliedern der Al-Kaida Ausschau. Neu auch in Pakistan. (Reuters)