CS zahlt 150 Mio. Noch 3000 Schweizer warten auf Lehman-Batzen

  • Publiziert: 03.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
play Die geprellten CS-Kunden bei ihrer Demo auf dem Zürcher Paradeplatz. (Keystone)

ZÜRICH – Die Credit Suisse hat 3700 Lehman-Opfern eine Entschädigung gezahlt. Trotzdem warten in der Schweiz noch viele auf ihren von den Banken verspekulierten Sparbatzen.

Trotz Entschädigungszahlungen von Banken gibt es in der Schweiz gemäss der Schutzgemeinschaft der Lehman-Anlageopfer bis zu 3000 geschädigte Sparer, die kein Geld erhalten haben. Die Vereinigung setzt ihre Hoffnung auf vier hängige Klagen.

Er erhoffe sich von den insgesamt vier Klagen gegen die Credit Suisse und ihre Tochter Neue Aargauer Bank (NAB) eine «Signalwirkung», sagte der Sprecher der Schutzgemeinschaft, René Zeyer.

Eine andere Chance sieht Zeyer nicht mehr, um das Anliegen seiner Vereinigung mit rund 1000 Mitgliedern weiter voranzutreiben.

Die Credit Suisse war in der Schweiz einer der wichtigsten Vermittler von Lehman-Papieren und hat insgesamt rund 3700 Kunden entschädigt, die mit Produkten der US-Investmentbank Geld verloren hatten.

Total zahlte sie ihnen 150 Mio. Fr. aus. Sie machte dies nach eigenen Angaben aus Kulanz, ohne eine Rechtspflicht anzuerkennen.

Neben der CS beziehungsweise der NAB entschädigten auch die Luzerner und die Berner Kantonalbank bestimmte Kunden, die durch Lehman-Papiere Geld verloren hatten. (SDA)

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