Liechtenstein Nicht mehr auf der «Grauen Liste»

  • Publiziert: 11.11.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

VADUZ – Liechtenstein folgt der Schweiz – und wird von der Steuersünder-Liste der OECD gestrichen.

Das Ländle hat zwölf Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet und damit die internationalen Kooperationsstandards der OECD in Steuerfragen übernommen. Damit verabschiedet sich Liechtenstein vom Status als Steuerfluchtparadies. Die Wirtschaftsorganisation hat Liechtenstein jetzt für sein Wohlverhalten in Sachen Steueroase belohnt und von der berüchtigten «Grauen Liste» für Steuersünder gestrichen.

Der Generalsekretär der OECD, Angel Gurría, lobt unsere Nachbarn: «Damit zeigt Liechtenstein, dass es zu seinen Verpflichtungen steht und sich in den internationalen Dialog zur Steuerkooperation aktiv einbringt.»

Liechtensteins Regierungschef Klaus Tschütscher sagt: «Die Streichung von der so genannten ‹Grauen Liste› ist ein richtungweisender Schritt in der Neuausrichtung unseres Standortes.»

Schweiz seit September nicht mehr auf der Liste

Die Schweiz ist seit Ende September nicht mehr auf der «Grauen Liste». Mit den zwei neuen Doppelbesteuerungsabkommen (USA und Katar) hatte die Schweiz die Forderung nach zwölf neuen Verträgen erfüllt. Auch der Schweiz hatte OECD-Generalsekretär Angel Gurría umgehend gratuliert. (snx)

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