Gesunde Flakes Nestlé verbannt Zucker aus dem Zmorge

  • Publiziert: 15.10.2012
play

Die Kinderflocken Cheerios von Nestlé werden 2015 weniger Zucker und Salz enthalten.

(ZVG Nestlé)

Gute Nachricht für Eltern und Kids. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé will mit seinem amerikanischen Partner General Mills den Zucker- und Salzgehalt in seinen Frühstücksflocken senken.

Nestlé und General Mills haben 1990 das Gemeinschaftsunternehmen Ce­real Partners Worldwide (CPW) mit Sitz in Lausanne gegründet. Zusammen sind die beiden Konzernen in mehr als 140 Ländern mit ihren Flakes präsent.

Nun wollen die Partner bei 20 Frühstücksflocken für Kinder und Jugendliche die Zusammensetzung ändern. Der Zuckergehalt soll laut der Nachrichtenagentur «Reuters» um 24 Prozent und der Salzgehalt um 12 Prozent gesenkt werden. Betroffen sind Marken wie Cheerios oder Nesquik.

Die neuen Flocken kommen 2015 auf den Markt

Was das für eine einzelne Portion Flocken heisst, erklärt Hilary Green von Nestlé: «Eine Portion Ce­realien wird 9 Gramm Zucker oder weniger haben. Beim Salz werden es höchstens 135 Milligramm sein.» Die ersten zucker- und salzarmen Frühstücks-Flocken kommen weltweit und damit auch in der Schweiz Ende 2015 auf den Markt.

Hinter dem Engagement von Nestlé stecken auch handfeste wirtschaftliche Überlegungen. Laut der Weltgesundheitsorganisation litten 2010 mehr als 42 Mil­lionen Kinder unter fünf Jahren an Übergewicht.

«Eine gewisse Anzahl von Müttern will nicht, dass ihre Kinder so viel Zucker essen, wie sie es derzeit tun», sagte Jeffrey Harmening, CEO von CPW gegenüber «Reuters». «Das ist für einige eine Barriere, Frühstücksflocken einzukaufen.»

12'000 Tonnen weniger Salz in den letzten zehn Jahren

Aber nicht nur dem Zucker und Salz in den Frühstücksflocken geht es an den Kragen. Nestlé hat bereits zwischen 2000 und 2010 den Zuckergehalt bei allen Produkten um 10 Prozent gesenkt. Der Salzgehalt nahm in den vergangenen zehn Jahren um über 12'000 Tonnen ab.

CPW ist nach Kellogg’s der zweitgrösste Hersteller von Frühstückscerealien. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 4000 Mitarbeiter.

In Orbe (VD) unterhält CPW ein Innovationszentrum für Frühstücksflocken. Eigene Produktionsstätten in der Schweiz gibt es keine. Die Flocken werden alle im Ausland an 13 verschiedenen Standorten produziert. (cst)

Beliebteste Kommentare

  • Adrian  Teuscher , via Facebook
    Das war auch schon längst fällig. Denn Nestle musste die Hypernden Überzuckerten Kinder ja nicht hüten!
  • Joller  Axel , Bern
    Hoffe man ersetzt den Zucker nicht mit anderem Schrott.
    Viele Jogurts mit weniger Zucker haben dafür andere Sachen drin. Welche viel schlimmer für die Menschen sind.
    • 15.10.2012
    • 31
    • 3

Alle Kommentare (10)

  • Roland  Wyss , Zürich
    Diese Rechnung geht nicht auf, die meisten Eltern und Kinder haben sich schon zu sehr an Zucker und andere schädliche Dickmacher gewöhnt dass das ganze dann einfach nicht schmeckt und dann halt nachgezuckert wird, so wird es sein Leute!
    • 15.10.2012
    • 5
    • 6
  • Joller  Axel , Bern
    Hoffe man ersetzt den Zucker nicht mit anderem Schrott.
    Viele Jogurts mit weniger Zucker haben dafür andere Sachen drin. Welche viel schlimmer für die Menschen sind.
    • 15.10.2012
    • 31
    • 3
  • Camille  LaFontaine , Bern
    was ist an zucker schlecht? gibt unseren kindern natuerliche energie. das ist unsinniger "gesundheits"wahn, zumal es vielleicht sogar nur darum geht, mit kunsstoffen billiger zu suessen
  • Pierre  Nussbaumer , Grolley
    "Die Flocken werden alle im Ausland an 13 verschiedenen Standorten produziert". Hoch lebe die Gen-Tech.
  • Annina  Häfliger , Schaffhausen
    Na dann kann man ja nur hoffen, dass auch die unnötigen Tierversuche bald verbannt werden...
Seite 1 2 »
Seitenanfang

Top 3

1 Wird der Rechtsstreit zur Farce? Denner trickst Nespresso ausbullet
2 19-jähriger im Cockpit Ryanair stellt Teenager als Pilot einbullet
3 «Wien ist eine Alternative» Swiss-Chef droht dem Flughafen Zürichbullet

Wirtschaft