Nein, Apple ist nicht Schuld Düstere Aussichen für Schweizer Uhrenbranche

Die Uhrenbranche ist für die Zukunft wenig optimistisch. Dies zeigt eine Umfrage vom Beratungsunternehmen Deloitte. Hauptgrund ist die sinkende Nachfrage im Ausland.

Düstere Aussichten für Schweizer Uhrenbranche: Sinkende Exporte play
Schweizer Uhren sind im Ausland weniger beliebt.  SANDRO CAMPARDO

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Seit 14 Monaten sind die Exporte der Schweizer Uhrenbranche im Sinkflug. Vor allem in den Schlüsselmärkten Hong Kong und China ist die Nachfrage eingebrochen. Und eine Trendwende ist nicht in Sicht. 

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte gehen 57 Prozent der Führungskräfte in der Branche davon aus, dass die Nachfrage nach Schweizer Uhren in Hong Kong weiter sinken wird. 

Insgesamt blicken 82 Prozent der Schweizer Uhren-Manager pessimistisch in die Zukunft. Hauptgründe dafür sind die geringere Nachfrage im Ausland, der starke Franken und die Smartwatch. Wobei die beiden letzten Punkte bei der Umfrage im Vorjahr deutlich stärker gewichtet wurden. 

Smartwatch keine Bedrohung

Deloitte-Direktor Jules Boudrand macht den Uhrenbauern Mut: «Wir sehen gegenwärtig keine Anzeichen dafür, dass die Smartwatch für die Schweizer Uhrenindustrie eine ernsthafte Bedrohung darstellt. Smartwatches sollten von einigen Schweizer Marken eher als Chance gesehen und genutzt werden, sich von der Konkurrenz abzusetzen und aus ihrem starken Markennamen Kapital zu schlagen.» 

Zudem: «Der Ruf des Swiss Made Gütesiegels, die unbestrittene Führungsposition der Schweiz im Luxusuhrensegement und die Innovationsfähigkeit der Branche, stellen nach wie vor ein starkes Fundament dar», ergänzt Deloitte-Partnerin Karine Szegedi. (bam) 

Publiziert am 27.09.2016 | Aktualisiert am 15.10.2016
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23 Kommentare
  • Snoopy  Brown 28.09.2016
    Eine IWC Aquarimer wollte ich schon sehr lange haben, konnte/wollte sie mir aber nie kaufen, weil anderes Vorrang hatte. Nun habe ich mittlerweile die finanziellen Möglichkeiten dazu, aber jetzt werde ich noch lange warten müssen, bis diese Oberpfeiffen in den Teppichetagen merken, dass man sogenannte Luxusuhren, mit Smartfunktionen kombinieren muss, die innovativ und dezent versteckt sind. Z.B. Könnte man in das Saphirglas einen Bildschirm integrieren, der bei Bedarf angezeigt werden kann.
    • Hermann  Dornauer aus Bishkek
      28.09.2016
      Etweder Sie wollen eine Uhr, dann bitte mechanisch und mit Sicherheit ist eine IWC dann eine sehr gute Wahl. Oder sie wollen einen Zeitmesser mit Gugus-Funktionen die eigentlich keiner braucht, dan kaufen sie halt eine Apfelkreation oder ähnliches.

  • Larry  Kaufmann 27.09.2016
    Leider war der Hauptmarkt in den vergangenen Boomjahren China, wo Luxusuhren oft als Geschäfts Geschenke (sprich: Schmiermittel) gekauft wurden. Jetzt bekämpft die Regierung dort die Korruption...
  • j-d  b 27.09.2016
    Wie viele junge Leute kennen und schätzen noch den Wert einer mechanischen Uhr und für wie viele ist es noch ein Traum, so eine Uhr zu besitzen? Ich wette, dass sich die Prioritäten ziemlich geändert haben.
    • Rüdiger  Simpson aus Züri
      27.09.2016
      Ich! Mein erster Chef nach der Lehre hatte eine iwc. Wollte auch so eine und nachdem ich die letzten 15 Jahre 10000nde in meine Ausbildung gesteckt habe, leiste ich mir nun alle 2 Jahre so ein hübsches ding
  • Aschi  Roth 27.09.2016
    irgendwann hat alles einemal ausgetickt. Das ist der normale Lauf der Dinge.
  •   27.09.2016
    Eine Rolex kostet so 10000.- je nach Modell natürlich. Diese Rolex kostet für einen ca. Service 1000.- Diese Uhr hat seit 30 Jahren das gleiche Werk. Innovationen sind da nicht gerne gesehen. Die Qualität ist allerdings auf dem höchsten Stand. Eine solche Uhr ist nach 10 Jahren mehr wert, als gleiches Geld auf dem Bankkonto.