Nach Übernahme von Tessiner Skandalbank BSI Vermögensverwalterin EFG baut 450 Jobs ab

Die Vermögensverwalterin EFG International baut nach der Übernahme der Tessiner Privatbank BSI bis zu 450 Stellen ab. Der Abbau erfolgt 2017 bis 2019 in jährlichen Schritten von 100 bis 150 Jobs. Zwei Drittel des Stellenabbaus erfolgt in der Schweiz.

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EFG International kann mit der Übernahme durch Synergien 55 Millionen Franken mehr einsparen, als ursprünglich angenommen. Insgesamt beziffert die Privatbank das Einsparpotenzial bis im Jahr 2019 auf 240 Millionen Franken, wie EFG International am Donnerstag mitteilte. Trotz des Stellenabbaus in der Schweiz sollen Zürich, Lugano und Genf weiterhin wichtige Standorte der Bank sein.

Weiter muss EFG für die einmaligen Übernahmekosten mehr Geld in die Hand nehmen. Statt wie ursprünglich kommuniziert 200 Millionen betragen sie nun 250 Millionen Franken. Die Kosten verteilen sich über die Jahre 2016 bis 2018.

Für die nächsten drei Jahre rechnet EFG mit Vermögensabflüssen von 10 Milliarden Franken. Dabei dürften 69 Millionen Franken Umsatz verloren gehen.

Sechstgrösste Privatbank

Bei der Integration der etwa gleich grossen BSI meldete EFG Fortschritte. Ende Oktober verwaltete das Institut 148 Milliarden Franken und war damit die sechstgrösste Privatbank der Schweiz. Mitte November wurde die ins Visier der Aufsichtsbehörden geratene BSI in Singapur vollständig übernommen.

Im ersten Quartal 2017 ist die Übernahme des BSI-Geschäfts in Hongkong geplant, im zweiten Quartal folgt das Schweizer Geschäft. Die vollständige Übernahme der Tessiner Privatbank soll im dritten Quartal vollzogen werden. Die Migration des BSI-Geschäfts auf die IT-Plattform von EFG soll Ende 2017 abgeschlossen sein.

Weiter wird gemäss der Mitteilung unter anderem die BSI Panama geschlossen, das Portfolio der EFG Bahamas teilweise verkauft und das Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern in Grossbritannien veräussert. (SDA)

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
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  • Monte  Reto 08.12.2016
    Die EFG weiss noch gar nicht auf was sie sich da mit der BSI eingelassen hat. Es haben schon viele Besitzer versucht den Durchblick zu bekommen, aber die interne Tessiner Dominanz und Verstrickung hat das immer verhindert. Die EFG wird nach ein paar Jahren Verlust und Frust die BSI an den nächsten abstossen, der dann wieder Geld verlieren darf.