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Wieder ein Mega-Lohn, der zu reden gibt. Franz Humer (63) bekommt für 2009 mit Fixlohn und Bonus 14,4 Millionen Franken.
Im Jahr davor war es sogar noch ein bisschen mehr: 15,2 Millionen. Aber damals hatte er noch während gut zwei Monaten das umstrittene Doppelmandat: Konzernchef und Präsident des Verwaltungsrates. Deshalb hätte Humers Lohn jetzt eigentlich viel stärker sinken müssen.
14,4 Millionen ohne operativen Job als Konzernchef – das macht ihn zum teuersten VR-Präsidenten der Schweiz!
Wie hat er das verdient? Natürlich verweist man auf die guten Geschäftszahlen. Und ein Roche-Sprecher erklärt: «2009 war ein sehr intensives Jahr, und Herr Humer hat sich dabei sehr stark beratend engagiert.»
Doch ganz wohl scheint es dem Pharmakonzern nicht zu sein. Denn man hat beschlossen: Künftig verdient der Präsident maximal 11 Millionen.
Das ist nichts anderes als ein Lohndeckel! Zum ersten Mal begrenzt ein Schweizer Konzern das Salär des obersten Chefs!
Warum gerade jetzt? Aus Angst vor der Abzocker-Initiative von Thomas Minder? Kein Kommentar von Roche.
Und warum 11 Millionen? Warum nicht 5 oder 15? Und was, wenn sich Humer nächstes Jahr nochmals «sehr stark engagiert» – hat er dann nicht wieder 14 Millionen verdient? Roche schweigt auch dazu.
Thomas Minder tobt: «Das ist Abzocke von der allerschlimmsten Sorte!» Für einen Präsidenten sei ein solcher Lohn «eine Frechheit». Minders Vorschlag: «Humer sollte ein hohes Sitzungsgeld bekommen. Selbst wenn man ihm 20000 Franken pro Tag gibt, würde das bei acht Sitzungen pro Jahr nur 160000 Franken kosten.»
Spannend wird es in einem Jahr. Weil Daniel Vasella bei Novartis ebenfalls das Doppelmandat abgibt, wird man dann erfahren, wie viel er allein für das Präsidentenamt bekommt.
Die Anlagestiftung Ethos hofft, dass Vasella unter 10 Millionen bleibt. Aber Minder rechnet mit dem Schlimmsten: «Wenn Humer mehr als 14 Millionen kassiert, wird sich Vasella kaum mit viel weniger begnügen.»
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(Keystone)