Nach Megaverlust und Massenentlassung: CS-Aktie auf Allzeittief!

ZÜRICH - Der neue CS-Chef Tidjane Thiam greift zum Zweihänder: Er will 4000 Jobs abbauen. 2015 schreibt die Bank einen Verlust von 2,9 Milliarden Franken. Die Anleger reagieren verschnupft: Die CS-Aktie fällt um über 10 Prozent.

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Der neue CS-Chef Tidjane Thiam will 4000 Jobs abbauen. KEY

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Die CS steckt im Jammertal. 2015 schreibt sie einen Verlust von 2,9 Milliarden Franken. Hauptgrund sind Altlasten aus der Ära Mühlmann. Der damalige CS-Chef hatte im Jahr 2000 die US-Investmentbank DLJ für den Phantasiepreis von knapp 20 Milliarden übernommen. Das führt nun zu einem Abschreiber von 3,8 Milliarden Franken.

Dazu kamen weitere Altlasten: Streitfälle kosten die CS 821 Millionen und der Stellenabbau 355 Millionen. Zudem fuhr die «Bad Bank» der CS einen Verlust von 2,5 Milliarden ein. Unter dem Strich ergab dies einen Vorsteuerverlust von 6,4 Milliarden.  

Nun greift CS-Chef Tidjane Thiam zum Rotstift. 4000 Jobs sollen verschwinden, davon 1600 in der Schweiz. So sollen die Kosten bis 2018 um 3,5 Milliarden Franken sinken. 1,2 Milliarden sind schon erreicht. Auch die Manager müssen dran glauben: Die Boni werden im Schnitt um 11 Prozent gekürzt. Die Investmentbanker erhalten sogar 30 Prozent weniger. Auch in Zukunft will die CS weniger Boni ausschütten.

Die Anleger liessen sich davon nicht überzeugen. Die CS-Aktie kam an der Börse unter die Räder und stürzte um mehr als 12 Prozent ab. Mit 14.35 Franken erreichte sie ein neues Allzeittief. In Analystenkreisen zeigt man sich erschüttert, was die Geschäftsentwicklung im Schlussquartal anbetrifft. Die Erträge seien dem Unternehmen regelrecht weggebrochen, so heisst es.

CS-Aktie auf Allzeittief. play
CS-Aktie auf Allzeittief. yahoo

Der Ausblick fällt düster aus: «Das Umfeld hat sich im vierten Quartal 2015 deutlich verschlechtert», sagt Thiam. «Es ist nicht abschätzbar, wann sich einige der aktuellen Trends, welche die Finanzmärkte und die Weltwirtschaft beeinflussen, abschwächen werden.»

Publiziert am 04.02.2016 | Aktualisiert am 17.06.2016
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  • Benno  Bieri 04.02.2016
    Bin mal gespannt auf die Höhe des Bonus für VRP Urs Rohner ...
  • Franz  Zaller aus Heimberg
    04.02.2016
    Was soll das Gejammer. Bei Swiss Air ist so viel "Swiss" drin die bei der CS. Selber schuld, ueberall dabei sein und eigentlich keine Ahnung haben Der neue "Boss" ist auch nur eine Marionette. Tatsache ist einfach, geht alles schief können wir Steuerzahler die Zeche bezahlen. Wieso stellt man solche Leute zu einem Millionen Gehalt ueberhaupt an ? Will man die eigenen Schwächen über decken, ich komme zu keinem anderen Schluss
  • Marco  Mendicino aus Hilterfingen
    04.02.2016
    Boni und Megalohn wird der CEO dennoch erhalten, wie üblich.
  • Peter  Selbstgestrickt 04.02.2016
    Die Resultate von falschen Handlungen bei so einem riesigen Koloss wie die CS zeigen sich oft erst Jahre später. Damit meine ich, die schlechte Situation derzeit hat ev sehr viel zu Tun mit dem Handeln von Vorgängern des jetztigen CEO Thiam. D.h. einen Teil seines heutigen agierens werden wir auch erst mit entsprechender Verzögerung sehen - und Beurteilen können. Man sollte ihm nicht die potenzielle Schuld seiner Vorgänger in die Schuhe schieben.
  • Thomas  Zürcher 04.02.2016
    "Politiker und Banker sind die Schande der Nation".
    Politiker und Banker haben ihr Vertrauen schon lange verspielt zudem sind Banker nicht "therapierbare Wiederholungstäter"tönt hart ist aber so.«Shame on you»Haben die Banker eine Ahnung welches Leid,welche Verzweiflung hier angerichtet wird mit diesem Stellenabbau.