Nach Gewinn-Einbruch: Mega-Sparprogramm bei Novartis

BASEL - Der Pharma-Konzern Novartis will künftig jährlich eine Milliarde Dollar einsparen und legt dafür die Produktion zusammen.

Er ist nicht in Gefahr: Hauptsitz von Novartis in Basel. play
Er ist nicht in Gefahr: Hauptsitz von Novartis in Basel. Reuters

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Die Zahlen sind nicht gerade erfreulich: Der Reingewinn des Pharma-Riesen Novartis ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent geschmolzen. Mit gut sieben Milliarden Dollar liegt er deutlich unter der Zehn-Milliarden-Dollar-Marke. Der Nettoumsatz sank um fünf Prozent auf 49,4 Milliarden Dollar.

Jetzt reagiert Novartis-CEO Joseph Jimenez: Die Produktionen der verschiedenen Konzern-Divisionen sollen zentralisiert werden, um die Kosten zu senken. Auch in der Problem-Sparte Alcon wird ausgemistet. Divisionschef Jeff George wird durch Mike Ball ersetzt.  

Novartis-CEO Joe Jimenez. play
«Wir machen Novartis stärker»: CEO Jimenez. Keystone

Das Unternehmen erhofft sich durch die Massnahmen bis 2020 jährliche Kosteneinsparungen von mehr als einer Milliarde Dollar. «Wir machen Novartis schneller und stärker», sagte Jimenez am Mittwoch bei einem Medien-Frühstück anlässlich der Konferenz zum Jahresergebnis.

Die Umstrukturierung könnte auch Produktionsstandorte betreffen. «Werke werden geschlossen, neue Werke eröffnet», so Jimenez. Das sei in jedem Unternehmen so. Der Personalbestand soll alles in allem stabil bleiben.

Der Hauptsitz ist auf jeden Fall nicht in Gefahr: «Die Schweiz ist immer noch der beste Platz für den Hauptsitz von Novartis», sagte Jimenez.

Die Anleger reagierten wenig begeistert. Trotz höherer Dividende verlor die Novartis-Aktie im frühen Handel 3,4 Prozent. 

Publiziert am 27.01.2016 | Aktualisiert am 28.01.2016
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14 Kommentare
  • Daniel  Feer aus Luzern
    27.01.2016
    Warum spart man nicht bei den exorbitanten Löhnen der Herren Verwaltungsräten/Direktoren/Präsidenten und CEO. Immer die niedrigen Lohnstufen bekommen das zu spüren. Für mich schlicht eine Schweinerei.
  • Marion   Jost aus Schönenwerd
    27.01.2016
    Dieses geldgierige Verhalten, Gewinnoptimierung um jeden Preis, kotzt mich an! 7 Mia Gewinn sollte doch wirklich reichen, aber nein, man will mehr und opfert dafür Arbeitsplätze und anderes! Man sollte solche Firmen einfach boykottieren damit die merken was wenig Umsatz wirklich heisst! Leider wird unsere Politik keinen Finger krumm machen, da sie ja mitverdienen und ansonsten sehr wirtschaftsfreundlich sind, genau das kommt dann dabei heraus! Und das nun die nächsten 4 Jahre!
  • Björn  Plunkett-nemeth , via Facebook 27.01.2016
    Oh Nein!! Arme Novartis!! Nur 7 Milliarden Reingewinn!!
    Sofort Stellen streichen und Werke schliessen. Und den armen Managern 20 Prozent mehr Boni um diesen damit verbundenen Aufwand zu entschädigen!
    (Ironie Off)
    • Marco  Weber 27.01.2016
      Jaja nur noch 11 Millionen im Jahr zu verdienen ist hald kein Zuckerschlecken mehr! Da gehts an das eingemachte!
  • Harald E.  Oswald , via Facebook 27.01.2016
    Firma mit Sitz in der Schweiz: Ja! Schweizer Firma: Kaum, eher Multinationaler Konzern! Schweizer Arbeitnehmer: Kaum, selbst am Hauptsitz nur Expats oder Grenzgänger (Deutsche, Elsässer). Also wen kümmerts?
    • Marco  Weber 27.01.2016
      Und trozdem ist es eine Schweizer Firma! Für Sie haben in demfalle nur noch Firmen welche ausschliesslich in der Schweiz produzieren und nicht im- oder exportieren und ausschliesslich Schweizer beschäftigen eine daseinsberechtigung oder wie?
    • Michel  Müller aus Zurich
      27.01.2016
      Steuern sind einige Milliarden pro Jahr also leider ein selten dummer Kommentar !
  • Urs  Schaad aus Zürich
    27.01.2016
    In der Wirtschaft geht es nicht immer um die absoluten Zahlen, sondern um die Tendenzen. Und wenn die Tendenz abwärts zeigt haben Sie zwei Möglichkeiten: Etwas dagegen unternehmen oder das Thema schönreden. Im zweiten Fall verlagern Sie das Problem einfach auf der Zeitachse nach hinten. Wie bei der Altersvorsorge, wo man seit 30 Jahren weiss, dass die Einnahmen zurückgehen werden und das Umlageverfahren als Schneeballsystem von falschen Voraussetzungen aus geht. Als Massnahme redet man schön...
    • kevin  swartz 27.01.2016
      ...ein Umlagevefahren ist eben kein Schneeballsystem...