Nach FBI-Entwarnung in E-Mail-Affäre Schweizer Börse startet fulminant

ZÜRICH - Die Schweizer Börse ist stark in die Woche gestartet: Der SMI eröffnete 1,25 Prozent im Plus. Grund ist die gestiegenen Wahlchancen von Hillary Clinton.

Auch die Märkte machen Daumen hoch: Nach der Entwarnung durch das FBI ist Hillary Clinton wieder auf Kurs. play
Auch die Märkte machen Daumen hoch: Nach der Entwarnung durch das FBI ist Hillary Clinton wieder auf Kurs. Imago

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An den Aktienmärkten wird wieder verstärkt auf einen Sieg Hillary Clintons bei der US-Präsidentenwahl spekuliert. Anleger sind erleichtert darauf, dass die Bundespolizei FBI in Clintons E-Mail-Affäre keine neuen Anhaltspunkte für eine Anklage sieht.

Die Schweizer Börse eröffnete 1,25 Prozent im Plus. Die stärksten Avancen verzeichneten die Titel von Lafarge-Holcim mit 3,5 Prozent. Auch die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS profitierten überdurchschnittlich. 

Franken und Gold verlieren 

Im Vergleich zum Franken legten auch der Dollar und der Euro zu. Der Goldpreis sank hingegen. Auch dies sind Anzeichen, dass die Angst vor einem Sieg von Donald Trump am Mittwoch gesunken ist. Trump gilt wegen seiner Unberechenbarkeit als «Börsenschreck". 

Die Terminkontrakte auf den Wall-Street-Index S&P-500 notierten zu Beginn der neuen Handelswoche 1,4 Prozent im Plus. Das Börsenbarometer S&P-500 hatte zuletzt so viele Tage hintereinander nachgegeben wie seit mehr als 35 Jahren nicht mehr. 

Anlass war die Bekanntgabe weiterer FBI-Untersuchungen zu Clinton-E-Mails am 28. Oktober. Dies führte dazu, dass der Umfragenvorsprung der demokratischen Kandidatin vor dem republikanischen Rivalen Donald Trump zusammenschmolz. 

Clinton entlastet

FBI-Chef James Comey hatte am Sonntag den Kongress informiert, dass seine Behörde nach der Untersuchung neu aufgetauchter E-Mails weiterhin keinen Grund für eine Anklage gegen die Demokratin sieht. Bei den Untersuchungen ging es darum, dass Clinton in ihrer Zeit als Aussenministerin einen privaten Server in ihrem Haus auch für dienstliche Korrespondenzen genutzt hat. Wäre dadurch die Sicherheit der USA gefährdet worden, hätte das zu einer Anklage führen können.

Publiziert am 07.11.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
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7 Kommentare
  • Daniel  Grob 07.11.2016
    Trump gilt wohl weniger wegen seiner Unberechenbarkeit als Börsenschreck, als vielmehr, weil diese ihr Spiel nur mit Hilfe Hillarys weiterspielen können. Denn all das neu gedruckte Geld der verschiedenen Quantitative Easings (QE) zur Ankurbelung der Wirtschaft ist, anstatt in diese, auf Umwegen an die Börse geflossen. Dies deshalb, weil der Anlagemarkt dank ZIRP (Zero Interest Rate Policy) praktisch jeglicher alternativen Anlagemöglichkeiten beraubt wurde. Dasselbe gilt auch für Europa.
  • Bünzli  Schorsch aus Buxtehude
    07.11.2016
    Am Mittwoch wird es ein böses Erwachen für die Börsianer geben. Denn entweder wird Trump die Wahl gewinnen, was viele Experten behaupten und nun komplett ignoriert wird. Oder Clinton wird als Siegerin ausgesprochen, was eine (wohl gewaltsame) Welle der Entrüstung in den USA zur Folge hätte. Wenn man es neutral betrachtet, und die Rallies vergleicht, müsste Trump um Meilen vorne liegen. Er spricht regelmässig vor einer riesen Masse, während Clinton weniger auftritt und das vor wenigen Leuten.
    • Beat  Schenker aus Lugano
      07.11.2016
      Man müsste aber auch schauen was er sagt! Was die Masse anbelangt muss nicht unbedingt etwas heissen. Trump kommt zieht seine Show (normalerweise voller Unwahrheiten) ab und verschwindet. Bei den meisten Orten die Hillary gewählt hat sind gar nicht mehr möglich, aber dann nimmt Sie sich Zeit auch fürs Publikum. Wenn Sie sagen bei Ihr gebe es nie Massen dann haben Sie in diesen Tagen nicht aufgepasst.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    07.11.2016
    Leider hängt alles zusammen und genau deshalb ist die Wahl von Hillary besser, als Trump kurz Vorsprung hatte tauchte die Börse ab. Wir dürfen nicht vergessen dass auch Schweizer Firmen darunter leiden können wenn Trump ran kommt, auch unsere PKs verdienen Geld mit Anlagen, es betrifft uns also alle direkt wenn die falsche Person gewählt wird! Wenn es jetzt nur die USA betreffen würde, wäre es total egal, sollen sie mit Trump leben, aber es ist leider nicht so!
  • jürg  frey aus teufen
    07.11.2016
    Um klar meine unabhängige Meinung zu äussern: Ich bin weder für Trump noch für Clinton, aber voll der Meinung, diesmal haben sie es geschafft sogar das FBI zu schmieren! Wird noch an die Öffentlichkeit kommen in ein-bis zwei Jahren, wetten? Dann ist sie Präsidentin eines der korruptesten Länder der Welt; also warum auf Russland rumhacken die passen grad in einen Topf!
  • Eric  Vieira aus Frenkendorf
    07.11.2016
    Das man innert Tagen 650000 emails auswerten kann? Klingt eher wie eine Waschmittelwerbung...
    • Antoine  Roquentin aus Monde
      07.11.2016
      Genau! Und desshalb wird das hier auch eher als weiteren Beweis für den Sumpf in Washington betrachtet, den es trocken zu legen gilt. Und das trauen hier viele nur Trump zu.