Nach 7 Jahren nur 1000 Kunden Swisscom stellt Smartlife ein

BERN - Vor sieben Jahren hat die Swisscom Smartlife lanciert. Doch das Überwachungssystem kam bei der Kundschaft nicht an. Jetzt zieht der blaue Riese den Stecker.

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Swisscom Smartlife: Die Hausüberwachung mit dem Smartphone hat ausgedient. PD

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Das heutige Daheim denkt mit. Egal, ob Kühlschrank, Waschmaschine oder Kochherd: Moderne Haushaltsgeräte sind online. Smart Home nennt man das – ein Geschäft mit grosser Zukunft, glauben Experten.

Ausgerechnet die Swisscom macht hier einen Schritt zurück. Ende Januar 2017 wird das Überwachungssystem Smartlife eingestellt. «Der Erfolg des Produkts blieb unter den Erwartungen», sagt Swisscom-Sprecher Armin Schädeli. Nur 1000 Kunden haben in den letzten sieben Jahren das System installiert.

Überwachungskamera als Basis

Die Idee war simpel: Der Kunde kauft Kameras und Sensoren, die Steuerung erfolgt via Smartphone. Ein Starterkit gab es für 299 Franken. Wem das nicht reichte, der konnte das System erweitern. Damit Smartlife funktionierte, brauchte es ein Abo. 

Mit dem Ende des Dienstes werden die gekauften Komponenten unbrauchbar. Die Swisscom zahlt den Kunden den Kaufpreis zurück.

Der blaue Riese kehrt Smart Home aber nicht ganz den Rücken: Mit der Energielösung Tiko und dem Notrufsystem Smartlife Care ist der Konzern weiterhin im Bereich tätig. «Wir werden uns auch in Zukunft mit dem Thema beschäftigen», so Schädeli.

Publiziert am 07.11.2016 | Aktualisiert am 24.11.2016
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  • Simon P.  Wegert aus Bern
    07.11.2016
    Herzliche Gratulation den überbezahlten und unterbeschäftigten Marketingleitern der Swisscom. Die berühmten 4 Ps des Marketings! Sowohl bei der Promotion wie beim Pricing (Abo) haben die überbezahlten "Spezialisten" komplett versagt. Das macht jeder, auch wenig begabte MARKOM-Absolvent aus dem Stand professioneller und erfolgreicher. Meine Empfehlung: Entlassen!
  • Tobias  Grütter 07.11.2016
    Ein weiterer Swisscom-Flop. Die einzige CH-Firma die es sich dank jährlichen Milliarden-Gewinnen immer wieder von Neuem erlauben kann, sinnbefreite Projekte aus dem Boden zu stampfen und Geld damit zu vernichten. Schon tragisch, dass das alles auf dem Buckel der vielen (erstaunlicherweise immer noch) treuen Kunden passieren kann. Wann fangen die nur endlich an zu überlegen, wie viel günstiger sie wohl zu Internet, TV und Telefonie kommen könnten?