Müsterli im Briefkasten Post will Kunden mit WC-Ente rumkriegen

ZÜRICH - Die Post spielt Samichlaus. Bis Weihnachten verteilt sie drei Müsterli. Diese sind zwar gratis, doch die Kunden zahlen trotzdem einen Preis.

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Die Post kommt einfach nicht voran. Seit Jahren bekniet sie die Kundschaft, doch bitte die «Stopp Werbung» von den Briefkästen zu entfernen. Doch die meisten stellen sich taub. Nur wenige wollen sich den Briefkasten verstopfen lassen.

Post verteilt für Werbeaktion Gratis-Muster von Produkten play
Die Post verteilt Müsterli der WC-Ente. ZVG

Nun greifen die Marketing-Spezialisten von Post-Chefin Susanne Ruoff (58) in die Trickkiste: Sie fixen die Kunden mit Gratis-Müsterli an. In einzelnen Gebieten verteilen die Pöstler in den kommenden Monaten Mini-Portionen Maggi-Bouillon, WC-Ente und Familia-Müesli.

«Sie sind dabei», flötet die Post in einem Schreiben. «In Ihrem Wohngebiet verteilen wir von Oktober bis Dezember 2016 jeden Monat ein attraktives Warenmuster.»

Werbe-Kleber liegt bei

Post verteilt für Werbeaktion Gratis-Muster von Produkten play
Auch Familie-Müseli sollen im Briefkasten landen. ZVG

Diese sind zwar gratis, doch die Kunden müssen dennoch etwas dafür tun: Sie müssen die «Bitte keine Werbung»-Kleber von ihren Briefkästen entfernen. Die Post legt dem Schreiben extra einen Kleber mit der Aufschrift «Werbung Ok!» bei, um den alten zu überkleben.

Schon in den beiden Vorjahren versandte die Post an mehr als eine halbe Million Kunden die Müsterli-Warnung. Diesmal sind es 330'000 Kunden in Zürich, Winterthur, St. Gallen und Chur. Die Post-Werbung erhalten auch Kunden mit «Bitte keine Werbung»-Klebern auf dem Briefkasten.  

Die Post hat in den vergangenen Jahren private Direct-Mail-Firmen aufgekauft. Der Goodwill lastet nun in den Büchern. Der Erfolg lässt auf sich warten: Letztes Jahr schrumpfte der Versand von unadressierten Briefen um 1,7 Prozent.     

Publiziert am 05.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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30 Kommentare
  • ruth  oezkan 06.10.2016
    Und wo bleibt der Kanton Aargau?Ich erhalte gerne "Müsterlis". Frage mich wann wird der Pöstler Goldbarren verteilen?
  • Peter  Möckli 05.10.2016
    Mein Werbung Nein Danke-Kleber bleibt dran. Ich habe mich ganz bewusst entschieden, dass ich diese ganze Reklameflut nicht will. Und ich bleibe dabei. Man wird heutzutage rund um die Uhr, wo man geht und steht mit Reklame zugeballert. Da will ich dort, wo ich es beeinflussen kann, vor dem Zeug verschont bleiben.
  • Thomas  Steuble 05.10.2016
    Ich bin wohl der einzige, den es nicht stört. Zugegeben, es hat wirklich viel, für mich uninteressantes, mit dabei, jedoch habe ich auch schon von einigen Aktionen profitieren können.
    Da nerven mich all die Beilagen zu der Krankenkassenrechnung usw. mehr, von der Rechnung selbst mal abgesehen.
  • Harry  Kant , via Facebook 05.10.2016
    Dem Kebap- und Pizzalieferanten habe ich das erste mal höflich darauf hingewiesen das Schild zu respektieren. Kollegen im Ort eben so. Hat nicht funktioniert. Beim 2. mal haben wir gesagt, wir würden dann einfach Juxbestellungen machen. Ein 4. mal hatten wir im ganzen Ort keine Werbung mehr im Kasten!
  • Vanessa  Meier 05.10.2016
    Ich habe keine Zeit jeden Monat duzende Flyer und Prospekte zu entsorgen. Jede Woche sind 2 dicke Bündel Werbung im Briefkasten gelandet. Immer die gleiche Sccheisse Denner, Ottos, Lipo etc. Es wurde übertrieben. Seitdem will ich keine Werbung mehr.