Hiltl-Menu bei Ikea: Möbelriese setzt auf Vegi-Curry statt Fleischbällchen

Das schwedische Möbelhaus verkauft jetzt auch ein vegetarisches Hiltl-Gericht. Gekocht wird es aber weder bei Ikea noch bei Hiltl.

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Zwei Welten: Ikea-Food-Manager Marco Munscher (l.) und Hiltl-Inhaber Rolf Hiltl.

(Ikea)
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Das Vegi-Curry nach Hiltl-Rezept verdrängt den Ikea-Klassiker Kötbullar, die Hackfleischbällchen.

(Paolo Foschini)

Wer ans Ikea-Restaurant denkt, der sieht vor allem Köttbullar. Die Hackfleischbällchen sind zwar günstig und ergiebig – aber leider auch sehr ressourcen-intensiv.

Weil bei der Fleischproduktion viel Wasser verbraucht wird und klimaschädigende Gase entstehen, setzt Ikea Schweiz nun auf ein nachhaltigeres Gericht: In seinen neun Schweizer Filialen verkauft das Einrichtungshaus seit heute ein indisches Gemüse-Curry mit Basmatireis.

Es ist das erste von sieben Vegetarier-Menüs, die bis Ende 2013 angeboten werden sollen.

Sie stammen aus den Kochbüchern des ältesten Vegi-Restaurants der Welt, dem Zürcher Hiltl. Inhaber Rolf Hiltl freut sich laut Medienmitteilung, dass sich Ikea «von unseren Rezepten hat inspirieren lassen».

Für den Möbelriesen ist das ein «Meilenstein auf dem Weg zu einem gesünderen, vielseitigeren und noch nachhaltigeren Angebot».

Wer kocht das Vegi-Menü?

Bei genauerer Betrachtung bleibt allerdings fraglich, ob die Vegi-Strategie tatsächlich so nachhaltig ist. Auf Anfrage räumt Ikea-Sprecherin Virginia Bertschinger ein: «Die Gerichte werden von einer externen Schweizer Firma hergestellt.»

Der Grund: Geschmack und Qualität müssen gegenüber Hiltl garantiert werden. Dies könne Ikea nicht, wenn es die Vegi-Gerichte in neuen verschiedenen Küchen vor Ort produzieren würde, heisst es.

Den Namen der Firma gibt Ikea nicht bekannt. Die Menüs werden an einem fixen Standort gekocht, in die Filialen gekarrt und dort aufgewärmt.

Bertschinger: «Weil die Mengen gross und die Distanzen klein sind, ist das kein Widerspruch zur Nachhaltigkeit.» (alp)

Beliebteste Kommentare

  • Roger  Eichmann , via Facebook
    Neeeeiiiiinnn nicht die hackbällchen aus dem Sortiment nehmen!!!!! Das sind die besten die es gibt! Von mir aus könnt Ihr das Vegi Gericht zusätzlich anbieten...
  • Stephan  Huber , Siggenthal
    Viel bla bla. Die Möbel von IKEA werden alles andere als Nachhaltig produziert. Die einzelnenTeile werden in der halben Welt rumgekarrt und immer dort weiter produziert wo es am billigsten ist. Bis das Möbel in der Schweiz hat es wohl viele Lastwagenkilometer hinter sich und extrem viel CO2 produziert. Lieber Ingvar bleib ehrlich und einfach ein Billig-Möbelhaus, und mach nicht einen auf ökologisch.

Alle Kommentare (24)

  • trevor  murphy , schweiz
    pro vegan, pro tibits! super küche, abwechslungsreich und sehr gut. tack ikea!
    • 11.12.2012
    • 6
    • 6
  • Vanessa  Meier
    Nein danke, da fahr ich lieber zum Pizza Take Away!
    • 11.12.2012
    • 9
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  • Roger  Eichmann , via Facebook
    Mann lässt uns Fleisch essen wann wir wollen und hört auf uns zu was zu zwingen das wir DEFINITIV nicht wollen!!!! Wir zwingen Euch auch nicht Fleisch zu essen...
    • neuffer  igor , Zürich
      Reden Sie doch erstmal von sich, Herr Eichmann. Sie sind nicht wir kapiert? Fleisch wird auf dem Buckel uns aller produziert und werde ich als Vegi ein gehöriges Wörtchen mitreden, wenn Sie nicht selbst einsehen können, dass weniger mehr ist. Und wenn Sie sich nicht nachhaltiger benehmen wollen, werden WIR Sie dazu zwingen.
      • 11.12.2012
      • als Kommentar auf Roger  Eichmann
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