Mode: Chanel-Chefin Chiquet tritt wegen Strategiestreit zurück

Paris – Chanel-Chefin Maureen Chiquet ist im Streit über den Kurs des französischen Luxusmodehauses mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Bis ein Nachfolger gefunden ist, führt Alain Wertheimer, dem Chanel gemeinsam mit seinem Bruder Gerard Chanel gehört, die Geschäfte.

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Wirtschaft

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Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Chiquet war neun Jahre Chefin von Chanel und eine der wenigen Frauen an der Spitze eines grossen Luxusmodehauses. Experten zufolge stolperte sie vor allem über Fehler im Geschäft in China, das von einer Abkühlung der Konjunktur betroffen ist.

Hier sei Chanel offenbar zu stark engagiert gewesen, und auch die jüngsten Preissenkungen, um die grossen Unterschiede zwischen Europa und China zu reduzieren, schienen überzogen, erklärte Analyst Luca Solca von der Grossbank BNP Paribas.

Chanel machte zuletzt auch zu schaffen, dass das ohnehin seit Jahren gebremste Wachstum der Branche nochmals abebbte. Hierzu trug etwa der Ölpreisverfall bei, der die Wirtschaft in Russland und dem Nahen Osten belastet. (SDA)

Publiziert am 28.01.2016 | Aktualisiert am 28.01.2016
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