Mit über 4000 Satelliten Elon Musk plant Super-Internet

Das Raumfahrtunternehmen Space X plant ein superschnelles Gigabit-Internet. Dafür will die Firma von Tech-Wunderkind Elon Musk über 4400 Satelliten ins Weltall schicken.

Elon Musk und sein Projekt für Raumfahrt-Unternehmen Space X play
Tesla-Gründer Elon Musk vor dem Dragon-Raumschiff seines Weltraumunternehmens Space X. Reuters

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Nein, bescheiden ist Elon Musk (45) nicht. Auch das jüngste Projekt des Tesla-Gründers übertrumpft einmal mehr alles Dagewesene: Mit seinem Raumfahrt-Unternehmen Space X will er 4425 Satelliten ins Weltall schicken. Dies zeigt ein Gesuch, dass der findige Unternehmer der US-Kommunikationsbehörde eingereicht hat.

Zahl der Satelliten im All verdoppelt sich

Die Zahl erstaunt: Aktuell kreisen 1419 Satelliten um die Erde. Dazu kommen rund 2600 Satelliten, die zwar im Weltall umherschwirren, aber nicht mehr funktionieren. Musk will also mehr Satelliten betreiben als zurzeit schon im Weltall kreisen.

Elon Musk und sein Projekt für Raumfahrt-Unternehmen Space X play
Plan von SpaceX: Ein Satellit kann einen Radius von 1060 Kilometern abdecken. SpaceX/FCC

Mit seinen Satelliten hat Musk Grosses vor. Laut «Business Insider» will der Tech-Unternehmer ein superschnelles Internet-Netzwerk aufbauen. Dieses soll bis zu einem Gigabit pro Sekunde schnell sein. Zum Vergleich: Aktuell surft die Welt im Schnitt mit 5,1 Megabit pro Sekunde durchs Netz. Musks Satelliten-Internet ist also 200-mal schneller.

Kleine Satelliten, niedere Umlaufbahn

«Das System wurde entwickelt, um eine breite Palette von Breitband- und Kommunikationsdienste für private, gewerbliche, institutionelle und professionelle Nutzer weltweit anzubieten», steht im Gesuch.

Musk hält sich nicht an bestehende Muster. Seine Satelliten sind kleiner, wiegen 386 Kilo und sind in etwa so gross wie ein Kleinwagen. Zudem umkreisen sie die Erde mit einer Entfernung von 1150 bis 1275 Kilometer. Zum Vergleich: Aktuelle Telekom-Satelliten wiegen mehrere Tonnen und sind etwa so gross wie ein Bus. Diese umkreisen die Erde in 35’000 Kilometer Entfernung. (bam)

Publiziert am 17.11.2016 | Aktualisiert am 14.01.2017
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  • Moritz  Engler aus Zürich
    18.11.2016
    Musk wird damit keinen Erfolg haben. Theoretisch stellt es das optimale Kommunikationssystem dar. Aber die herkömmlichen Netze werden so leistungsfähig werden, dass Musks Idee nicht rentieren kann.
    Alleine der Mobilfunk wird seine Kapazität im Minimum verzehnfachen.
  • Claudio  Kuster 18.11.2016
    Eventuell hat der Musk einfach ein neues Schneeballsystem erfunden. Mit immer neuen Ideen, dubiose Investoren anziehe und mit dem neugeld seine alten Verlustgeschäfte am Leben halten ... Bsp gibt es ja genug, Tesla wäre so eine
  • Victor  Fletcher aus Meilen
    17.11.2016
    Wieso darf 1 Mensch ungestraft so viel an Elektro- und Weltraumschrott produzieren, wogegen ich hier bestraft werde, wenn mir ein Bonbonpapier auf die Strasse fällt und ich es nicht bemerke bevor es die Kehrmaschine beseitigt? Eine gigantische perversion im Namen des Fortschritts!
  • Ruedi  Voser 17.11.2016
    Elon Musk ist sicher ein cleveres Bürschchen. Hut ab. Aber im Moment tanzt er auf sehr vielen Hochzeiten. Hoffe, das geht gut, weil die Verzettelung hat schon so Manchem das Genick gebrochen.
  • Simon  Reichlin 17.11.2016
    Coole Idee und mit total 5100km (4x1275km) ergäbe sich eine theoretische Latenzzeit für einen Roundtrip von 17ms. Verglichen mit aktuellem Sat-Internet mit geostationären Satelliten welche rund 480ms benötigen eine echte Alternative zu Kabelverbindungen. Auch das TCP SlowStartProblem wäre damit gelöst. Ich bin gespannt....