Wenignutzer müssen blechen Die Post beerdigt das Postfach

BERN - Die Post hat ein neues System für Besitzer eines Postfachs eingeführt. Wer täglich weniger als drei Briefe erhält, zahlt pro Monat 20 Franken.

Mit Malus-System & Bussen: Post will sich des Postfachs entledigen play
Rund 150’000 Postfächer in der Schweiz stehen heute leer. Keystone

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Das Postfach ist ausser Mode: 1873 wurde es nach amerikanischem Vorbild in der Schweiz eingeführt. Die schliessbaren Fächer waren damals der letzte Schrei. 

Heute ist es mit ihrer Beliebtheit nicht mehr weit her: Rund 360’000 Postschliessfächer gibt es noch. Davon stehen rund 150’000 leer, schreibt die «NZZ» mit Bezug auf Aussagen der Post.

Alleine letztes Jahr hat die Post rund 200 Postfachanlagen abgebaut. Vermisst werden sie kaum. Und ein Comeback ist wohl ausgeschlossen. Das liegt aber auch an der Post selber.

Gebühr für Besitzer mit leeren Fächli

Denn wer ein kostenloses Postfach besitzt, es aber nicht nutzt, muss neu eine Gebühr zahlen. 20 Franken verlangt die Post pro Monat, wenn Postfachkunden nicht täglich drei oder wöchentlich 15 Briefe erhalten.

Noch strenger ist der gelbe Riese bei Neukunden: Wer neu ein Postfach anmeldet, muss mindestens fünf Briefe am Tag oder 25 in der Woche erhalten. Sonst wird der Kunde zur Kasse gebeten.

Postsprecher Oliver Flüeler erklärt: «Als Unternehmen sind wir natürlich nicht erpicht darauf, teure Infrastrukturen aufrechtzuerhalten, die nicht genutzt werden.» (bam)

Publiziert am 05.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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53 Kommentare
  • Peterr  Hostettler aus Boswil
    05.12.2016
    Als die PTT noch Bestand hatte es Führungskräfte mit gesundem Menschenverstand, denn alles was unsere Väter aufgebaut haben gehörte zum „Service public“.
    Es stimmt traurig dass diese Führungskräfte von Sturheit studierten Managern ersetzt wurden.
    Die Definition von Manger(n) ist: Man nagt an der Substanz, denn verloren ging der gesunde Menschenverstand, es lebe der Profit zu Lasten des Service public.
  • Urs  Schaad aus Zürich
    05.12.2016
    Die Post überrascht immer wieder neu mit Ideen, wie man die Kundschaft auch noch verärgern kann.

    Postsprecher Oliver Flüeler erklärt: «Als Unternehmen sind wir natürlich nicht erpicht darauf, teure Infrastrukturen aufrechtzuerhalten, die nicht genutzt werden.»

    Ja, Herr Flüeler, mit dieser Argumentation kann man die Post gerade ganz abschaffen, und die Verteilung der Briefe denen überlassen, die schon die Pakete billiger und zuverlässiger spedieren.
  • Adrian  Gerber aus Aarberg
    05.12.2016
    Man hört jede Woche etwas von der Post oder Postfinance. Leider sind die überwiegende Zahl der Meldungen negativ. Offensichtlich hält man bei der Post nichts von einem guten Image. Braucht man scheinbar auch nicht, wenn man Systemrelevant ist und bei den Briefen eine Monopolstellung hat.
  • Andreas   Müller aus Vermes
    05.12.2016
    Uns will die Post ein Postfach aufzwingen. Warscheinlich dürften wir es dann auch noch bezahlen obwohl wir es nie wollten.
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    05.12.2016
    Die Post soll den Service Public aufrecht erhalten und nicht abbauen. Das kommt jetzt halt davon, dass ihr die Service-Public-Initiative versenkt habt. Selber schuld !