Mit M-Budget gegen die Durchsetzungs-Initiative: Er teigts der SVP!

ZÜRICH - Migros fordert Teilnehmer eines Wettbewerbs dazu auf, eigene M-Budget-Sujets zu gestalten. Ein Teilnehmer nutzte das für eine politische Botschaft aus.

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Pizza basta: Die Macher machen gegen die Durchsetzungs-Initiative mobil.

Marc Osswald
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Nur noch ein Drittel des Plakats ist zu sehen: «Ja zur Ausschaffung krimineller Ausländer», heisst es da. Der grösste Teil der Anzeige auf dem Gleis 17 des Zürcher Hauptbahnhofs ist überklebt – mit einer vermeintlichen M-Budget-Werbung. Zu sehen ist ein Pizzateig für 3.80 Franken, darüber der Satz: «Dieser kriminell günstige Italiener darf bleiben!»

Für das Plakat ist die Migros nicht verantwortlich – zumindest nicht direkt. Im Rahmen eines Wettbewerbs fordert der Detailhändler Teilnehmer dazu auf, eine eigene M-Budget-Werbung zu kreieren und sich damit zu fotografieren. Dafür bietet Migros Sujets zum Download an. Das originellste Foto wird mit 10'000 Franken belohnt.

«Wir möchten zum Denken anregen»

Darum geht es Marc Osswald (28) und Michael Hebeisen (30), die hinter dem Plakat stecken, jedoch nicht in erster Linie – sondern um die kommende Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative. «Wir möchten die Menschen zum Denken anregen», sagt Osswald. «Es ist zwar ein bisschen zynisch, aber vielleicht erreicht die Botschaft so den einen oder anderen.»

Viele hätten ein pauschal negatives Bild von Ausländern, obwohl es eine Menge Vorzeigebeispiele gebe. «Jeder isst gern beim Italiener. Es ist ein Ausländer, den wir schätzen», so der Gegner der Initiative.

Marc Osswald hat das Foto zwar beim Wettbewerb eingereicht – muss sich aber keine Hoffnungen auf einen Preis machen. Migros teilt auf Anfrage mit: «Das eingeschickte Bild wird zum Wettbewerb nicht zugelassen, da es gegen die Teilnahmebedingungen verstösst.» Diese verlangen, dass keine verletzenden oder rassistischen Inhalte hochgeladen werden dürfen.

Publiziert am 15.02.2016 | Aktualisiert am 26.02.2016
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93 Kommentare
  • Marion   Jost aus Schönenwerd
    16.02.2016
    Es ist wirklich schon tragisch komisch, wenn man hier sieht, wieviel über die Migros herziehen! Das beweist dass diese Leute den Bericht gar nicht gelesen haben! Es wird einfach nach typischer SVP-Manier gepoltert und gemotzt anstelle mal richtig gelesen!!!! Diese Aktion war eine Kampagne und die Teilnehmer konnten selbst entscheiden was sie plakatieren wollten, es hat mit der Migros an sich wenig zu tun!
  • Hans  Fehr 16.02.2016
    Liebe SVPler... Versteht ihr nicht, dass dieser Hass auf andere eine Abwärtsspirale auslöst? Mit jeder solcher Initiativen wie der DI institutionalisieren wir eine Gesellschaft der Abneigung und des Misstrauens gegenüber anderen ... Anstatt Sicherheit wird nur noch mehr Unsicherheit geschaffen ... Leute sehen sich immer mehr als isolierte Gruppen, eine Plattform für Abneigung und Apathie entsteht ... Man schafft keine Kriminellen AUS, sondern SCHAFFT Kriminelle.
  • reto  schweizer 15.02.2016
    Diese Kommentare erinnern mich an Russland und Putin. Die SVP ist eine gefährliche Partei die ihre Anhänger soweit dressiert dass sie alle Kommentarspalten füllen mit der irrsinnigen Meinung dieser Rechtsaussenpartei eigentlich Partei der Superreichen. Wenn man im Blick dies so liest könnte man tatsächlich annehmen dass die Mehrheit der Schweizer unbelehrbar oder verwirrt ist. Denke mehr als 40 Prozent werden auf keinen Fall der verlogenen und unmenschlichen Initative zustimmen.
  • Hans  Gusen aus Zug
    15.02.2016
    Es ist zum Fremdschämen peinlich wie einige erwachsene Menschen täubelen und nun die Migros boykottieren möchten. Dümmer gehts wohl nicht, zumal der orange Riese gar nichts mit dem Ganzen zu tun hat.
    • Marion   Jost aus Schönenwerd
      16.02.2016
      Das passt zu dem Gehabe dieser Leute, nicht lesen und nicht informieren aber einfach mal generell dagegen sein!!!
  • Christian  Meiergruber aus Winkel
    15.02.2016
    Migros ist eine Genossenschaft und durch diesen Umstand hat sie Politische Vorstosse zu unterlassen. Den sie vertritt nicht sie Meinung alle Genossenschafter aber die Manager benutzen eigenmächtig das Geld um es Zweckfremd einzusetzen. Die sollen dass gefälligst aus eigener Kasse bezahlen. Ansonsten muss ich eine Anzeige wegen Unterschlagung einreichen.
    • Marion   Jost aus Schönenwerd
      16.02.2016
      Sie haben den Bericht gar nicht gelesen, sonst würden Sie nicht so kommentieren!!!!