Fernseh-Spass Mit HD scharf im Bild

Ab 29. Februar strahlt die SRG sechs ihrer Programme in HD aus, also in hochauflösender Bildqualität. Aber was bedeutet das für die Zuschauer? Neun Fragen, neun Antworten.

  • Publiziert: 11.02.2012
  • Von Markus Knöpfli
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Fernseh-Spass mit HDTV.

1. Was ist HDTV?

HDTV steht für High Definition TV, zu Deutsch: hochauflösendes Fernsehen. HD-Technik bietet eine etwa fünfmal bessere Bildqualität als  bisher. Ebenfalls möglich beim HDTV: der vom Kino gewohnte Rundumton (Surroundsound). ­Dafür wird jedoch eine spezielle Ausstattung benötigt.

2. Die SRG stellt auf HDTV um – was heisst das genau?

Ab 29. Februar verbreitet die SRG SF1, SF zwei, die beiden Westschweizer sowie die zwei italienischsprachigen Programme im HD-Standard. «So können 40 Prozent der Schweizer Haushalte, die schon heute für HDTV eingerichtet sind, die brillante Bild- und Tonqualität auch bei den SRG-Programmen nutzen», sagt Peter Kaufmann, zuständiger Experte bei der SRG. SF info wird voraussichtlich Ende 2015 auf HD umgestellt. Wichtig: Alle Programme sind auch weiterhin in der bisherigen Qualität empfangbar (siehe Frage 6).

3. Was geschieht mit dem bisherigen SRG-Kanal HD suisse?

HD suisse ist schon seit 31. Januar 2012 eingestellt. Der Sender wurde 2007 als nationaler HD-Testsender lanciert. Im Gegensatz zu HD suisse sind die künftigen HD-Programme übrigens mit Teletext ausgestattet.

4. Was brauche ich für den Empfang von HD-Programmen?

Sie benötigen sowohl digitalen TV-Empfang – sei es über Kabel, Satellit oder Telefonleitung – als auch ein HD-fähiges Fernsehgerät. Idealerweise sollte Ihr Gerät für alle gängigen Empfangsmöglichkeiten ausgerüstet sein: DVB-T (via Antenne), DVB-C (via TV- Kabel) und DVB-S (via Satellit). Je nach Empfang muss auch ein sogenannter CI-Plus-Schacht vorhanden sein. Bei älteren Flachbild-TV-Geräten und bei den Telefonanbietern braucht es zudem eine Set-Top-Box. Grundsätzlich möglich: der HD-Empfang via Satellit. Das ist günstig, hat aber den Nachteil, dass es eine Schüssel braucht – und Lokalsender wie Tele-Züri sind nicht empfangbar.

5. Am 29. Februar wird der Fussballmatch Schweiz – Argentinien auf SF zwei übertragen. Was muss ich tun, damit ich ihn bereits in HD geniessen kann?

«Wenn jemand für HDTV eingerichtet ist, reicht es, der Update-Aufforderung seines Netzanbieters nachzukommen», sagt Peter Kaufmann. Denn die Netzbetreiber werden am 29. Februar ihr digitales Sender­angebot neu ordnen, und die meisten setzen die SRG-Programme in HD auf die ersten Plätze. Und falls am 29. Februar Probleme auftreten? Dann wenden Sie sich an den Anbieter oder an den Fachhandel. Hilfreich: die Internetseite der SRG www.broadcast.ch

6. Ich habe einen alten Röhrenbildschirm und will mir kein neues Gerät kaufen. Was ändert sich für mich?

Gar nichts. Sie müssen nichts unternehmen, kommen aber auch nicht in den Genuss der hochauf­lösenden Bildqualität. Dasselbe gilt, wenn Sie trotz neuerem Gerät nicht auf digitalen Empfang umstellen wollen. In einigen Regionen wird aber das analoge Senderangebot schrumpfen. In Basel zum Beispiel reduziert UPC Cablecom die Anzahl der Analog-Sender von 56 auf 43, um den digitalen Programmen Platz zu machen.

7. Die SRG sendet nicht in «Full HD». Was heisst das?

Die SRG sendet im HD-Standard 720p/50. «Das klingt zwar nach weniger als bei der BBC, die 1080i/25 anwendet, doch das ist nicht der Fall», erklärt Kaufmann. Bei 720p/50 werden pro Sekunde 50 Vollbilder gesendet, bei 1080i/25 hingegen 50 Halbbilder. Wer einen «Full HD»-Empfänger zu Hause hat, braucht keine Qualitätseinbussen zu befürchten. Kaufmann: «Diese Geräte stellen das Bild im richtigen Format bildschirmfüllend dar.»

8. Werden auch andere Sender auf HD umstellen?

Schweizer Privatsender wechseln vorerst nicht auf HD. ARD, ZDF, ORF, Arte und diverse Private haben schon auf HD umgestellt, 3sat, KiKa, die digitalen ZDF-Programme und die dritten Programme der ARD ziehen im Mai 2012 nach.

9. Sendet SRF bald auch in 3-D, also dreidimensional?

Zu 3- D hat die SRG mittelfristig noch keine konkreten Pläne, denn es existieren keine einheitlichen technischen Normen», sagt Peter Kaufmann.

Kommentare (5)

  • Daniel  Muenger , Zürich
    Was nützt die schönste HD-Bildqualität, wenn man in Dübendorf wohnt, da wo weder die Glattwerk AG noch die Swisscom vorwärts machen, und die Digitalleitungen teilweise nach wie vor noch nicht einmal geplant, geschweige den ausgebaut sind? Notabene viel zu teuer bezahlt sind deshalb die wunderbar anzuschauenden, verschneiten Bilder, die die alten Analogleitungen.auf den neusten HDTV-Geräten produzieren.
    • 12.02.2012
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  • Bruno  Roggli , Trachselwald
    Ich finde es einfach schade, dass es dem SF nicht gelungen ist HD Suisse am gleichen Tag auszuschalten an dem die neuen SF Sender aufgeschaltet werden! Zudem war HD Suisse nämlich ein guter Sender! Aber die Normalverbraucher werden ja nicht gefragt! Wer Skirennen bereits seit einiger Zeit und heute in HD schauen will muss auf ORF umstellen! Schade eigentlich.......
    • 12.02.2012
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    • Erol  Jonuzi
      BILAG so wiesso muss bezahlt werden,oder?
      • 12.02.2012
      • als Kommentar auf Bruno  Roggli , Trachselwald
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  • Herbert  GEHRI , Rüfenacht (Gde. Worb)
    Das Fernsehen langweit mich schon über 50 Jahre, muss ich jetzt schon wieder etwas Neues kaufen? Oder stehe ich dem sog. Fortschritt total im Weg.
    • 12.02.2012
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  • Eisenring  Elias , Egg b. Zürich
    90 der Sendungen sind nicht HD. Der Zuschauer wird überhaubt nichts merken und die Inhalte werden auch nicht besser.
    • 12.02.2012
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