Minus 23 Prozent: Razzia sorgt für Rekord-Kurssturz bei Renault

Eine Razzia der französischen Behörden haben Renault am Donnerstag den grössten Aktienkurssturz der Firmengeschichte eingebrockt. Die Aktien des französischen Autobauers fielen zeitweise um knapp 23 Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 67 Euro.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Handwerker suchen verzweifelt nach Lehrlingen «Kein Bock auf dreckige Hände»
2 Brexit drückt die Kosten für UK-Ferien Erster Reiseanbieter senkt ab...
3 Grossaktionär kritisiert CS-Boss Tidjane Thiam muss netter werden!

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
15 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

Damit büsste das Unternehmen binnen eines Tages rund fünf Milliarden Euro an Börsenwert ein. Das entspricht in etwa 370'000 Neuwagen des Modells Clio.

Auslöser der Verkaufswelle war Händlern zufolge ein Bericht der Nachrichtenagentur AFP. Diese hatte berichtet, Geschäftsräume des Unternehmens seien im Nachklang des VW-Abgas-Skandals durchsucht worden. Florent Grimaldi, ein Vertreter der französischen Gewerkschaft CTG, bestätigte den Bericht über die Razzia. 

«Das Management hat zwar nicht bestätigt, dass es sich um die Stickoxid-Emissionen dreht. Betrachtet man aber die durchsuchten Geschäftsbereiche, könnte da ein Zusammenhang bestehen.» Renault wollte sich zu dem Thema nicht äussern.

Im Sog des Renault-Kurssturzes bauten die anderen europäischen Autobauer ihre Kursverluste aus. Die Werte des Mitbewerber PSA Peugeot Citroën sackten um etwa 7 Prozent ab. Volkswagen-Aktien verloren 5,3 Prozent an Wert, BMW- und Daimler-Papiere büssten bis zu 5,6 Prozent ein. Fiat rutschten um bis zu elf Prozent ab. Letztere litten zusätzlich unter dem Bericht über eine Klage in den USA. Der Fachzeitschrift «Automotive News» zufolge werfen zwei Händler dem Konzern die Manipulation von Absatzzahlen vor. (SDA)

Publiziert am 14.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
teilen
teilen
15 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

5 Kommentare
  • Richard  Reich aus Basel
    15.01.2016
    Hätte mich gewundert, wenn Renault saubere Abgase hinbekommt ohne zu schummeln und VW nicht. Wahrscheinlich betrügen alle, nur nicht auf die gleiche Weise wie VW sondern mit anderen Mitteln.
  • Manfred  Walter 14.01.2016
    Es kommt auch vor, dass die Gesamt-Mittelwertverbrauchsanzeige ebenfalls deutlich unter dem tatsächlichen Treibstoffverbrauch liegt.
    Sollte ein Käufer sich für diesen Gebrauchswagen interessieren, dann dann muss doch die Verbrauchsanzeige minimalste Werte ageben.
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    14.01.2016
    Der Betrug wurde mit Kontrollsystemen von Bosch gemacht. Da diese Geräte in mindestens der Hälfte aller weltweit produzierten Autos eingebaut werden wäre es reichlich naiv zu glauben das andere Hersteller nicht auch die Möglichkeit zur Manipulation ausnützen.
  • jahn  berger 14.01.2016
    Wenn renault betroffen ist müsste doch automatisch auch nissan betroffen sein da sie ja techologien gemeinsam nutzen.
  • Martin  Ficinus 14.01.2016
    Ach,die anderen haben auch beschissen? Das wundert mich jetzt aber.war es toyote die mit 2,2mio fahrzeugen falsche abgaswerte in den usa genannt hatten und zahlen durften.waren aber nur ein paar lächerliche mios.daher wars kein artikel wert.....vermutlich