Millionengeschäft mit Schulen Das Erfolgsgeheimnis von Caran d'Ache

Hierzulande ist Caran d'Ache eine etablierte Marke. Doch über das Unternehmen weiss man wenig. Ein Grossauftrag aus Zürich gibt jetzt einen Einblick ins Geschäft mit den Farbstiften.

Caran d'Ache: So funktioniert die beliebte Marke in den Schulzimmern play
Der Caran d'Ache Shop in Zürich. BLI_2014_10_20

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Jeder kennt Caran d'Ache. Doch viel weiss man über die Genfer Schreibgeräte-Manufaktur nicht. 

Einen Einblick ins Millionengeschäft gibt jetzt ein Auftrag der Stadt Zürich. Deren Schuldepartement hat für 1.6 Millionen Franken Zeichenmaterial bei Caran d'Ache bestellt. Etwa Farbstifte, Wachsstifte, Filzstifte und Wasserfarben. Die Bestellung soll den Bedarf der Stadt für vier Jahre decken.

«Wir freuen uns sehr zu erfahren, dass wir den Zuschlag der Stadt Zürich für die Lieferung von Zeichenmaterialien gewinnen konnten», sagt Laurent Vial, verantwortlich für den Schweizer Markt bei Caran d'Ache der «Handelszeitung».

Nachhaltigkeit und Qualität

Zürich greift für die Bestellung tief in die Taschen. «Die Stadt Zürich legt grossen Wert auf die Einhaltung strenger Auflagen im Bereich Nachhaltigkeit und Qualität», rechtfertigt Vial den hohen Preis. 

In Schweizer Klassenzimmer gehört Caran d'Ache praktisch zum Inventar. Das Unternehmen habe den Fuss in neun von zehn Schulzimmern, glauben Branchenkenner. 

Wie die «Handelszeitung» rechnet, macht das Westschweizer Unternehmen mit Aufträgen von Schweizer Schulen im Jahr über zehn Millionen Franken Umsatz. Der Gesamtjahresumsatz lag 2015 bei rund 60 Millionen Franken. 

Gratis-Kurse für Lehrer von Caran d'Ache

Lehrer funktionieren als Botschafter für die Marke. Caran d'Ache offeriert ihnen Malkurse und übernimmt dafür die Kosten. Ein Kurs dauert mindestens drei Stunden – die Schule muss dafür einzig einen Raum zur Verfügung stellen. 

Diese Schuloffensive macht das Unternehmen zu einer der beliebtesten Marken in der Schweiz. Markenexperten sprechen von einem «Love-Brand», also eine Marke, die bei den Kunden positive Erinnerungen weckt. 

Selbst die Teppich-Etage fährt auf Caran D'Ache ab. Das Schweizer Unternehmen musste gar die Produktion hochfahren, weil Manager zum Stressabbau neuerdings Malbücher vollkritzeln. (bam)

Publiziert am 16.10.2016 | Aktualisiert am 16.10.2016
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9 Kommentare
  • Marcel  Frey 17.10.2016
    Ist es eigentlich bewiesen, dass Caran dAdche selber in der Schweiz produziert? Oder nicht wie andere Firmen die Produktion ins Ausland ausgelagert hat. Woher kommen die Komponenten? Da muss ja mancher Baum dran glauben? Die Farben stammen ja auch nicht von Alpenblumen? Wer macht den Stahl für die Kugelschreiber? Den Kunststoff ? Die Goldfedern sind ja aus Schweizer Gold!
    Schätze das ist alles Geschäftsgeheimnis.
  • peter  schneiter 17.10.2016
    Auch wenns etwas teurer ist, da berücksichtigt man wieder mal eine CH Firma, auch wenn nicht mehr alles CH ist. Aber das generiert Arbeitsplätze, die Ware ist nicht Made in China und freut sicher alle Schüler, die überhaupt noch mit Stiften schreiben, anstatt mit dem Handy
  • Koni  Kadir , via Facebook 17.10.2016
    Das ist ein fantastisches Unternehmen, welches mit Qualität und zurückhaltender Bescheidenheit am Markt auftritt. Hier kommt liefere statt lavere zuerst. Einfach nur genial, weiter so !!!
  • Blumer  Gerhard 16.10.2016
    Genau auf diesem Muster fusst der IT-Skandal von Bülach (vgl. NZZ). Bloss dass Caran d‘ache wirklich ein rundum hervorragendes Produkt ist, das seine Qualität seit Jahrzehnten kontinuierlich wahrt.
  • süleyman  kovanci 16.10.2016
    Millionen betraege augeben, und nachher jammert man wenn die stadtkasse leer ist. Ich bin mir ganz sicher , für viel weniger haette man bei der konkurenz einkaufen können, um die stadtkasse zu schonen !
    • Mike  Wisler aus cham
      17.10.2016
      Ihren Job wird bestimnt auch jemand auf dieser Welt für weniger Geld machen. Finden Sie das Sie deswegen entlassen werden sollen? Der neoliberale Kapitalismus ist gescheitert. Regionale Wertschöpfung die Zukunft. In diesem Sinne wünsche Ich Ihnen noch eine lange Berufliche Zukunft in Ihrem Umfeld.