Milliarden-Messe Art Basel Die teuersten Werke sind schon verkauft

Das Fussvolk darf erst morgen an die Art Basel. Für die Händler ist dann das Geschäft schon gelaufen.

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Wenn am Donnerstag die Kunstmesse Art Basel ihre Tore für das breite Publikum öffnet, dann klebt an manchem Werk schon ein roter Punkt: Die ausstellenden Galerien haben ihre wichtigsten Kunden zwei Tage vorher zum Einkaufen eingeladen.

Die Messeleitung erwartet unter den 70'000 Messebesuchern auch Museumsdirektoren wie Chris Dercon von der Tate Modern in London, den Münchner Museumsstifter Udo Brandhorst oder den Schweizer Ex-Botschafter in Peking und Kunstsammler Uli Sigg.

285 Galerien aus 34 Ländern stellen dieses Jahr aus. Mindestens dreimal so viele würden gerne. Im Schnitt kostet ein Standplatz – ohne Personal – 100'000 Franken. In der spektakulären Unlimited-Ausstellung werden 70 Arbeiten gezeigt.

Wert der Kunst: Mindestens 2 Milliarden Franken

Die meisten Preise bleiben ein Geheimnis. Letztes Jahr wurde der Wert der Kunstwerke an der Art Basel auf 2 Milliarden Franken geschätzt. Dieses Jahr dürfte er noch höher sein, denn die Kunstumsätze steigen jährlich. 2013 wurden laut Kunstmarktbericht «Artprice» 11 Milliarden Franken umgesetzt.

Laut Art-Basel-Messeleitung wurden schon am Dienstag mehr als zehn Werke zu siebenstelligen Preisen verkauft, darunter etwa Arbeiten von Damien Hirst (6 Millionen Dollar), Jeff Koons (5 Millionen Dollar) oder Julie Mehretu (4,85 Millionen Dollar). Eine New Yorker Galerie habe drei Viertel ihres ganzen Ausstellungsstandes innert zwei Stunden verkauft.

Wer Rares und Gefragtes sucht, scannt daher frühestmöglich das Angebot bei Galeriechefs persönlich. Solches Publikum will auch adäquate Unterkünfte und ist bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen.

Hauptsache Luxus-Unterkunft

Das Niveau ist laut Basel Tourismus noch höher als an der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld. Diese Kundschaft sei indes auch anspruchsvoll: Gibt es vor Ort kein Fünfstern-Zimmer, logiere sie lieber auswärts edelst und lasse sich dann per Limousine herkutschieren, als in Basel mit einem weniger hochkarätigen Zimmer Vorlieb zu nehmen.

Manche verzichteten gar auf einen Art-Besuch, wenn sie keine passende Unterkunft bekommen.

Gegen solche negativ-Entscheide - aber auch gegen Preis-Exzesse - agiert Basel Tourismus seit einigen Jahren selber als Zimmer-Broker: Im Sinne eines «Unterkunftsmanagements» bucht die Organisation mehrere hundert Zimmer per Sperrkontingent und vergibt sie in Absprache mit der Messeleitung an passende Anfragende. (alp/SDA)

Publiziert am 18.06.2014 | Aktualisiert am 18.06.2014
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  • André  Ammann 18.06.2014
    Wo bleibt den da das Menschenrecht? Ich dachte, in der heutigen Zeit sollte die Menschheit wesentlich weiter sein. Was die Zahlungsfähigkeit anbelangt, gibt es sicher auch noch Leute, die nicht zu den Superreichen gehören und sich trotzdem ab und zu etwas besonderes leisten können.