Milliarden-Gewinne, Millionen-Löhne Die teuersten Chefs der Schweiz

ZÜRICH - Sie leiten Milliarden-Unternehmen. Das lassen sich die Konzernchefs auch entsprechend vergüten.

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Die UBS hat gestern Freitag ihren Geschäftsbericht veröffentlich. 6,2 Milliarden Franken Gewinn hat die Grossbank verbucht. Ein Plus von 79 Prozent. Das lässt sich Sergio Ermotti entsprechend entlöhnen. Der UBS-Chef hat letztes Jahr 14,3 Millionen verdient – drei Millionen mehr als im Vorjahr. 

Doch Ermotti nicht ist der einzige Grossverdiener in der Schweiz. BLICK hat die teuersten Chefs der Schweiz zusammengetragen.

Umgerechnet 1,83 Milliarden Franken Gewinn hat der Industriekonzern ABB letztes Jahr verbucht. Auch das Salär von ABB-Chef Ulrich Spiesshofer kann sich sehen lassen. 2015 kassierte er 9,1 Millionen Franken. Ein Plus von 1,5 Millionen gegenüber 2014. 

Swatch Group CEO Nick Hayek speaks during the welcome night at the world's biggest computer and software fair CeBit in Hanover play
REUTERS

Die Uhrenbranche ächzt unter dem starken Franken. Der Gewinn der Swatch ging um 21 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken zurück. Nick Hayek hat darum seinen Lohn um 600'000 Franken gekürzt. Unter dem Strich bleiben ihm 6,88 Millionen.

Beim Luxus-Konzern Richemont sitzen gleich zwei Chefs an der Spitze. Und die lassen sich dafür fürstlich bezahlen. Bernard Fornas, der heute seinen Rücktritt verkündet hat, verdiente 2015 11,7 Millonen Franken, Co-Chef Richard Lepeu gar 14,3 Millionen. Das ist viel Geld. Aber in beiden Fällen über eine Million weniger als im Vorjahr. 

Ernst Tanner gehört auch zu den Top-Verdienern der Schweiz. Letztes Jahr kassierte der Lindt-&-Sprüngli-Chef 7,42 Millionen Franken, fast eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Auch der Gewinn ist letztes Jahr um über 11 Prozent auf 381 Millionen Franken gestiegen.

Severin Schwan, CEO von Roche, verdiente im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 11, 95 Millionen Franken - und damit etwa gleich viel wie im Jahr zuvor. (Archiv) play
Severin Schwan, CEO von Roche, verdiente im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 11, 95 Millionen Franken - und damit etwa gleich viel wie im Jahr zuvor. (Archiv) KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Pharma-Gigant Roche verbuchte letztes Jahr einen Gewinn von 9,1 Milliarden. Entsprechend gut wird Roche-Chef Severin Schwan entlöhnt. 11,95 Millionen hat er letztes Jahr verdient. Fast genau so viel wie im Vorjahr. 

Novartis-Chef Joe Jimenez kann nicht klagen. Weil er den Konzern neu ausgerichtet hat, ist auch der Gewinn geschrumpft. 7,1 Milliarden waren es 2015. Jimenez hat letztes Jahr 11,6 Millionen verdient – eine Million weniger als noch 2014.

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Nestlé-Chef Paul Bulcke hat 2015 9,07 Millionen verdient. Sein Einkommen ging letztes Jahr um rund 250'000 Franken zurück. Gewinn des Konzerns: 9,1 Milliarden Franken.

Tidjane Thiam, Chef Credit Suisse, gab an, sich den Bonus wegen des schlechten Geschäftsgangs zu kürzen. Wie viel er damit 2015 verdient, ist noch nicht bekannt. Die Geschäftszahlen werden erst Ende Monat veröffentlicht.

Publiziert am 19.03.2016 | Aktualisiert am 22.06.2016
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30 Kommentare
  • Julia  Marthaler 20.03.2016
    Das ist nicht Verdient! das ist dem Arbeiter abgestohlen.1Million weniger könnte manchen Arbeitsplatz erhalten. das ist reine Abzockerei. (Sklaverei)
  • Anna  Rusch 20.03.2016
    Es ist nicht nur die Gier der Chefs auch das Verhalten von Firmeneigentümer ist zu hinterfragen! Da wird bei Manor, gehört der jüdischen Familie Maus, in den Restaurants um 13.30 Uhr das frische warme Essen in die Mülltonne geworfen, dies angesichts von Menschen die auch in diesem Land froh wären es essen zu dürfen! Dass ist auch eine Dekadenz die Sorge bereitet!
  • Peter  Lienhardt aus Basel
    20.03.2016
    Richtig, kein Mensch ist diese Summe wert....auch ein Messi oder ein Ronaldo oder ein Federer nicht.
    • W.  Friedli aus KTM
      20.03.2016
      Herr Peter Lienhart.
      Richtig so ist es.
      Es ist einfach Mode der Zeit, wer den Ball ins Netz versenkt bekommt eine 1000 000.
      Wer schmutzige Arbeit ausfuehrt bekommt ein Butterbrot und das muss reichen fuer die Familie, ungerecht das Lohnsystem.
      Mehr muss man nicht mehr sagen.
  • Konrad  Stoll aus Buengkan
    20.03.2016
    Falscher Titel, "Die grösten Abzocker der Schweiz" ist wohl gemeint.
    Eine Grafik auf der Titelseite jeden 1. Des Monats mit den 10 grösten Abzockern wäre eine gute Idee.
  • Tobias  Metzler aus Zürich
    19.03.2016
    ich muss immer wieder lachen, wie sich die halbe schweiz wegen millionen gehälter derart aufregen kann. es gibt unzählige kleine firmen im finanzbereich, bei denen die gründer ein vielfaches von diesen gehältern verdienen. na und, die haben wohl alles richtig gemacht wie auch ermotti und co! soviel ist keiner wert: ermotti hat deals für die ubs reingeholt, die nur er aufgrund seines netzwerks zustande brachte und diese summen übersteigen seinen lohn um das hunderfache!