Milliarden-Deal steht Lonza kauft Capsugel für 5,5 Milliarden Dollar

BASEL - Jetzt ist es bestätigt: Der Basler Pharmazulieferer Lonza kauft den US-Kapselhersteller Capsugel für 5,5 Milliarden Dollar – einschliesslich Schulden in Höhe von 2 Milliarden.

Riesenübernahme: Basler Lonza kauft Capsugel für 5,5 Milliarden play
Lonza legt für das US-Unternehmen Capsugel 5,5 Milliarden Dollar auf den Tisch. GEORGIOS KEFALAS

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Lehrlinge zeigen ihren Arbeitsalltag Coop startet Snapchat-Offensive
2 Trauriger Rekord Caritas-Märkte für Arme boomen
3 Theresa May hat Grosses vor Die Briten träumen wieder vom Empire

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

Gerüchte über ein Zusammengehen mit Lonza zirkulierten bereits seit einigen Tagen. Jetzt bestätigen der Basler Konzern den Deal: Die Übernahme solle Lonzas Position als führender Zulieferer für eine Reihe wichtiger Gesundheitsmärkte stärken, teilte Lonza am Donnerstag mit.

Die Finanzierung der 5,5 Milliarden-Dollar-Übernahme von Capsugel erfolge durch eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital.

Von den Aktionären gibt es keinen Applaus: Kurz nach Börsenöffnung verlor die Lonza-Aktie 7 Prozent und sank auf 157.70 Franken. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI notiert derweil kaum verändert.

Der US-Arzneikapselhersteller beschäftigt 3600 Mitarbeitende an 13 Standorten auf drei Kontinenten. Capsugel stellt unter anderem kleine Kapseln her, in die medizinische Wirkstoffe eingefüllt werden können, die Patienten dann schlucken.

Capsugel hatte mal einen Sitz in Arlesheim

Das Unternehmen ist in Morristown im US-Bundesstaat New Jersey ansässig. Das US-Unternehmen hatte bis vor zehn Jahren auch einen Sitz in Arlesheim BL.

Lonza war zuletzt auch hinter anderen Unternehmen her. So gab das Unternehmen im August den Kauf der US-Firma Interhealth für 300 Millionen Dollar bekannt.

Die Chemieindustrie ist derzeit im Übernahmefieber. Für die noch nicht abgeschlossene Übernahme des Basler Agrochemiekonzerns Syngenta will der chinesische Staatskonzern ChemChina umgerechnet 44,2 Milliarden Dollar auf den Tisch legen. (uro/SDA)

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 16.01.2017
teilen
teilen
2 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

4 Kommentare
  • David  Zerzuben aus Sion
    15.12.2016
    Grosse Sparmassnahmen bei der Lonza und längere Arbeitszeiten aber ein 5.5 Milliarden-Deal ist kein Problem?

    Merkt ihr überhaupt noch was?
  • R.  Egli 15.12.2016
    Aber die 70 Millionen Franken investieren, für die Produktion von Chlorgas an Ort, wollen sie nicht.
    Es muss erst etwas geschehen wie in Bulgarien.
    • Gustav  Broennimann , via Facebook 15.12.2016
      Glaub mir, die hätten es gemacht wenn es sich lohnt. Das haben sie sicher gut durchgerechnet. Panik wegen den Transporten ist eh fehl am Platz.
  • John  Livers aus St.Gallen
    15.12.2016
    Hoffentlich haben sie bei Lonza das Bussgeld schon bereit gestellt. Die US Justiz findet bekanntlich immer einen Grund um Milliarden Bussen zu erpressen.