Milchpreis-Krise Bauern werfen Detailhändlern Wortbruch vor

Die Milchkrise wird einseitig auf dem Buckel der Milchproduzenten ausgetragen, lautet der Vorwurf. Die Schweizer Milchproduzenten gehen mit Detailhändlern und Verarbeitern hart ins Gericht.

Gemäss einer Umfrage der Gewerkschaft Unia stellt sich das Verkaufspersonal fast geschlossen gegen ein neues Gesetz, das längere Ladenöffnungszeiten vorsieht. (Symbolbild) play
Knatsch zwischen Milchbauern und Detailhändlern spitzt sich zu. Gaetan Bally

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Die Lage für die Schweizer Milchproduzenten spitzt sich nach eigenen Angaben dramatisch zu. «Die Milchkrise wird einseitig auf dem Buckel der Milchproduzenten und ihren Familien ausgetragen», schreibt die Organisation der Milchbauern (SMP) in einem Communiqué. Diese kämen zunehmend an existenzielle Grenzen. 

Bereits jetzt kommunizierten einzelne Milchkäufer, dass die Richtpreissenkung voll umgesetzt und an die Milchproduzenten weiter gegeben werde. «Aufgrund des Druckes aus der Verarbeitung und dem Detailhandel wurden vielerorts Senkungen um mehrere Rappen angekündet», heisst es weiter in der Mitteilung.

Die Branchenorganisation Milch hat die Senkung des A-Richtpreises an eine Bedingung geknüpft. Und zwar, dass die Preise nicht weiter gesenkt werden, wo sie bereits unter den 65 Rappen liegen, heisst es.

Dank diesem Eckwert sei der Beschluss zustande gekommen. «Es gibt Signale, dass einzelne Verarbeiter und Detailhändler ihr Wort nicht halten.»  

Die Milchproduzenten fordert Detailhändler und Verarbeiter auf, die Spielregeln einzuhalten: «Die Detailhändler und die Verarbeiter müssen nun endlich Farbe zum Standort Schweiz bekennen, ihre Verantwortung übernehmen und die bereits tiefen Preise nicht noch weiter senken!», lässt sich SMP-Präsident Hanspeter Kern zitieren. (uro)

Publiziert am 23.03.2016 | Aktualisiert am 04.04.2016
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2 Kommentare
  • Ruedi  Stricker , via Facebook 23.03.2016
    Wenn die reichen Bauern Verantwortung für die armen Bauern wahrnehmen würden, hätten wir keine solchen Diskussionen. Eine Alleinerziehende mit einem Bruttolohn von 4 000 hat sowieso wenig Verständnis für das Jammern von Bauern, die im Monat 8 000 und mehr Sozialhilfe bekommen.
  • René  Widmer aus Ersigen
    23.03.2016
    Und wann nehmen endlich die Bauern ihre Verantwortung wahr und verkaufen keinen Asienschrott mehr in der Landi???