Migros und Coop sacken Gratissäckli ein Jetzt kosten sie 5 Rappen

In den ersten Coop-Filialen gibt es an der Kasse seit heute keine Gratissäckli mehr. Bei der Migros verschwinden sie am 1. November. Die Neuen sind ökologischer. Sollen aber gleich viel aushalten wie die alten Weissen.

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Ab heute werden die weissen Gratissäckli an der Kasse zum raren Gut. In zehn Zürcher Coop-Filialen gibts nur noch Säckli für 5 Rappen. Der Kunde muss sie bei der Kassiererin verlangen. Die zieht sie dann über den Scanner.

Bis im Frühjahr 2017 sollen die ökologischen Raschelsäcke in allen 850 Coop-Filialen in der ganzen Schweiz erhältlich sein. «Wir wollen auf diese Weise die Zahl der abgegebenen Plastikeinwegsäcke in den Coop-Supermärkten um 80 Prozent reduzieren», sagt Coop-Sprecher Urs Meier zu BLICK.

Bei der Migros gibts die neuen 5-Rappen-Säckli ab dem 1. November schweizweit in 600 Filialen. Sie sind dicker und etwas grösser. «Säckli aus Recycling-Material muss man etwas dicker machen», sagt Migros-Sprecher Luzi Weber. «Das Neue ist trotzdem viel ökologischer als es ein gleich grosses und gleich stabiles Säcklein aus normalem Plastik wäre.»

Aus Abfällen produziert

Hergestellt werden die Verpackungen der Migros in Deutschland. «Sie bestehen zu 100 Prozent aus umweltschonendem Recycling-Kunststoff. Dafür wird Plastik verarbeitet, welcher in unserem Verteilzentrum in Neuendorf als Abfall anfällt. Dieser geschlossene Kreislauf ist aus Sicht der Ressourceneffizienz besonders sinnvoll», sagt der Migros-Sprecher.

Auch die Coop-Säckli kommen von einem deutschen Hersteller. «Sie werden zum grössten Teil aus Plastikfolienabfällen verschiedener Coop-Verteilzentralen hergestellt. Sie bestehen zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial», sagt Coop-Sprecher Meier.

Was halten sie aus?

Die Dinger sind also ökologischer. Aber halten sie auch etwas aus? «Je nach Belastungsart kann man 4 bis 7 Kilogramm Waren mit ihnen transportieren», sagt Weber. Das hätten interne Tests gezeigt. Bei Coop heisst es, dass die neuen Säckli so viel aushalten wie die weissen Gratissäckli.

Der Ständerat hatte ein Verbot der Gratissäckli bachab geschickt. Stattdessen kommt nun eine Branchenvereinbarung der Detailhändler zum Tragen. Diese sieht vor: Der Detailhandel verzichtet freiwillig auf die Abgabe der Einwegsäckli, oder der Kunde zahlt an der Kasse dafür. Bis 2018 ist Zeit für eine Umsetzung der Branchenvereinbarung. Denner, Volg, Spar und Manor haben noch keinen Entscheid gefällt.

Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 25.10.2016
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52 Kommentare
  • marc  klauser aus schmitten
    25.10.2016
    Und wie stehts mit den verpackten Äpfeln mit den blödem Karton und Plastikvakumierung? Wobei diese Äpfel heutzutage gar nicht nach Apfel schmecken.
  • Felix  Saxer aus Ruswil
    25.10.2016
    Von mir aus, kann man Plastiksäcke generell verbieten. Jeder Mensch hat zu Hause Einkaufstaschen oder Körbe. Er ist nur zu faul um die mitzunehmen.
  • Bernhard  Nestelbacher 24.10.2016
    Ich lese immer wieder das man die offenen Waren wie Äpfel usw. ja zu Hause mit "Wasser" waschen kann !!!
    Damit kann man nur Schmutz abwaschen aber so etwas wie Kolibakterien lassen sich nicht so einfach abwaschen. Und wenn ich so manche Leute sehe beim einkaufen würde ich bezweifeln wie es um ihre Körperhygiene steht.
    Und wer nicht weiss was Kolibakterien sind der soll man nachlesen was das ist und dabei genüsslich einen Apfel dabei essen. Bin gespannt ob er dann noch schmeckt.
  • samuel  müller 24.10.2016
    Kein problem, habe letzten samstag beim posten im migros die gratissäckli vom gemüse genommen... Geht für 2 brote wunderbar und bratwürste und konnte nach dem grillplausch den abfall in diesem säckli entsorgen anstatt auf den boden zu schmeissen.... :-)
  • Annemarie   Setz 24.10.2016
    Am besten machen es hier in Spanien Supermärkte: Hier hängen keine Säckli, sondern man muss danach fragen, und dann zahlt man 10 Cent. So baut sich - man sieht das bei den Kunden - bereits eine gewisse Hemmschwelle auf. Das Problem in der Schweiz sehe ich bei Gemüse und Früchten. Vieles ist bereits plastikverpackt, einerseits unnötig, z.B. Trauben, weil man die zuhause ohnehin wäscht, anderseits für Einzelhaushalte, da dann mehr kaufen müssen als sie benötigen.