Migros- und Coop-Chefs kämpfen gegen SVP-Initiative «Schweiz verkommt zu Bananen-Republik»

ZÜRICH/BASEL - Laut den beiden Chefs der Detailhandelsriesen Migros und Coop hätte eine Annahme der Durchsetzungsinitiative schlimme Folgen für die Schweiz, wie sie zu BLICK sagen.

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Migros-Chef Herbert Bolliger findet klare Worte gegen die SVP-Vorlage: «Die Initiative missachtet zentrale Verfassungsgrundsätze.» Thomas Lüthi

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Im täglichen Kampf um Marktanteile und Kunden sind Migros und Coop ärgste Konkurrenten. Immer wieder machen deren Chefs klar, dass sie das Heu nicht auf derselben Bühne haben. 

Und nur im Notfall wagt sich ein Chef eines grossen Detailhändlers aufs politische Parkett. Das nur, wenn ureigene Interessen betroffen sind.

Kurz vor der Volksabstimmung zur Durchsetzungs-Initiative am kommenden Sonntag beziehen die beiden Platzhirsche im Detailhandel (gemeinsamer Umsatz: 54 Milliarden Franken) erstmals Stellung.

SCHWEIZ, BASEL, play
Coop-Chef Joos Sutter sagt Nein zur Durchsetzungs-Initiative. Georgios Kefalas

Coop-Chef Joos Sutter lehnt das SVP-Begehren ab: «Ich glaube nicht, dass die Initiative das richtige Mittel ist», sagt er.

Fakt ist: Mehr als ein Drittel aller Angestellten des Grossverteilers mit Sitz in Basel sind Ausländer. 

Deutlicher wird Migros-Chef Herbert Bolliger: «Diese Vorlage ist gefährlich, weil sie in schwerwiegender Weise den Rechtsstaat gefährdet», sagt er zu BLICK.

Und weiter: «Die Initiative missachtet zentrale Verfassungsgrundsätze. Jeder Mensch hat bei uns zum Glück Anspruch auf ein faires Gerichtsverfahren, egal welchen Pass er oder sie hat. Wenn wir diese Errungenschaft aushebeln, verkommt die Schweiz zu einer Bananenrepublik.»

In diesem Jahr stellten sich bereits zahlreiche Schweizer Konzern-Chefs gegen das SVP-Begehren, darunter Novartis-Chef Joe Jimenez und Roche-Chef Severin Schwan. (uro/gs)

Publiziert am 24.02.2016 | Aktualisiert am 18.03.2016
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  • Tamara  Bachmann aus Lyss
    25.02.2016
    Himmel Herrgott, wollen die es einfach nicht verstehen oder tun die nur so?? Mehr als ein drittel ihrer Angestellte sind Ausländer. Nun denn, sind da alle straffällig? Wenn ja, dann sollen sie auch raus, normal oder? Wenn nicht, haben sie doch nichts zu befürchten! Weil sie eben keine andere Argumente haben kommen sie immer wieder mit solchen!
  • Daniel  Meier aus Zürich
    25.02.2016
    Ich weiss nicht welcher Teufel einem geritten haben muss, um NEIN zu stimmen. Das Volk sagt ja selber JA, die (aus reinen Effizienzgründen überhaupt existierenden) Volksvertreter sagen halt nein. Naja bös gesagt, wen interessiert schon die Meinung der Interessenvertreter wenn man selber eine eigene haben kann? Vermutlich niemanden wirklich, ausser man ist einsichtig geworden dass man einen Vormund braucht. Damit ist zur Initiative eigentlich alles gesagt.
  • Klaus  Mayer 24.02.2016
    langsam aber sicher verabschieden wir uns von Coop und Migros.... die deutsche Grenze lässt grüssen. Warum die beiden es nicht lassen können sich politisch in Enthaltsamkeit zu üben. Wir können ja auch anderswo einkaufen zu gehen.
  • Urs  Hagen 24.02.2016
    Man kann sich fragen warum sie sich so einsetzen. Wäre natürlich nicht so gut sich mit dem grossen Nachbarn zu verstreiten wenn man sich verbreiten will.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    24.02.2016
    «Schweiz verkommt zu Bananen-Republik» Wie soll ein Land nochmals zur Bananenrepublik verkommen, das schon längst eine solche Bananenrepublik ist ?