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Jetzt gilt es ernst: In den kommenden vier Wochen rüstet die Migros insgesamt 22 Filialen in allen zehn regionalen Genossenschaften mit Preisschildern an den Regalen aus. Der Start für den Test mit den Regalpreisen ist am 1. Februar. Migros-Sprecher Urs Peter Naef bestätigt die Recherchen von BLICK. Er betont: «Die Preise bleiben über die gesamte Testphase auf den Produkten.»
Das heisst: Die Preise stehen vorerst auf dem Produkt und am Gestell.
Spareffekt: 30 Millionen
Doch das Ziel der Übung ist klar: Wie alle anderen Detailhändler schreibt auch die Migros die Preise ab 2011 nur noch am Regal an. So will Migros-Chef Herbert Bolliger pro Jahr 30 Millionen Franken sparen.
Kosumentenschützer kritisieren die Pläne der Migros, weil die Transparenz sinkt. Für Kunden wird es schwieriger, Preisänderungen zu bemerken, weil sie nicht mehr mit alten Verpackungen vergleichen können.
Welche 22 Filialen beim Test mitmachen, sagt die Migros nicht.
BLICK weiss: In Zürich gehört der Laden in Höngg dazu. Dort werden die Regalpreise bereits am kommenden Montag angebracht – für Funktionstests am Etiketten-Drucker und bei der Informatik. Auch die Migros am Zürcher Rigiplatz zählt zu den Testfilialen.
Test mit elektronischen Ettiketten
Neben den Papier-Etiketten führt die Migros in einigen wenigen Filialen auch Versuche mit elektronischen Preisschildern durch, wie Naef bestätigt.
Solche elektronischen Preisschilder sind zwar teurer, haben für die Migros aber Vorteile: Bei Preisänderungen muss das Personal keine Etiketten an den Regalen auswechseln. Die Preise können zentral und auf Knopfdruck in allen Läden angepasst – zum Beispiel, wenn die Rohstoffkosten für ein Produkt gestiegen sind.
DEBATTE: Auch in der Migros die Preise nur noch am Gestell – was halten Sie davon? Schreiben Sie uns!
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So siehts künftig in den Migros-Läden aus: Preise stehen am Regal. (Philippe Rossier)