ZÜRICH – Der genossenschaftlich organisierte Migros-Konzern ist der führende Detailhändler der Schweiz. 1925 vom legendären Gottlieb Duttweiler gegründet ist die
Migros heute nicht nur der grösste Lebensmittelhändler der Schweiz, sondern betreibt eigene Produktionsbetriebe, Restaurants, eine Bank, ein Tankstellennetz, eine Buch- und Medienkette, ein Reisebüro, ein Weiterbildungsunternehmen, ein Forschungsinstitut und anderes mehr. Migros begann mit Duttweilers Verkaufswagen und schuf Mitte letzten Jahrhunderts in der Schweiz die ersten Selbstbedienungsläden. Noch heute wird in den Migros-Filialen kein Alkohol und Tabak verkauft, wohl aber in Tochterfirmen wie Globus und dem Online-Shop. Das gesellschaftliche Engagement kommt unter anderem im Kulturprozent zum Ausdruck, war aber immer auch mit Auseinandersetzungen verbunden. So brach in den 80er Jahren ein Konflikt zwischen der Führung und der im Kreis der Genossenschafter lancierten Bewegung M-Frühling aus, nachdem der Leiter des Gottlieb-Duttweiler-Instituts, Hans A. Pestalozzi, entlassen worden war. Auch wirtschaftlich war die Migros nicht vor Rückschlägen gefeit und scheiterte zum Beispiel mit der Expansion in Österreich. In die jüngere Geschichte fällt die Globus-Übernahme und die erfolgreiche Lancierung der Billiglinie M-Budget. Im Unterschied zu Denner stehen bei Migros noch immer die Eigenmarken im Vordergrund. 2005 machte die Migros mit rund 81000 Beschäftigten einen Konzernumsatz von 20,4 Milliarden Franken und einen Gewinn von 699 Millionen Franken. Im Detailhandel setzte Migros 17,1 Milliarden Franken um.