«Unverschämt» Mieten steigen trotz sinkendem Zins

  • Publiziert: 02.09.2012
  • Von Nico Menzato
play «Unverschämt hohe Mietzinsspünge.» Vor allem bei Neuvermietungen. (Keystone)

Der für die Wohnungsmieten massgebliche Referenzzinssatz bleibt auf dem Allzeittief von 2,25 Prozent. Das Bundesamt für Wohnungswesen wird dies am Montag bekannt geben.

Der Referenzzinssatz sinkt seit drei Jahren kontinuierlich. Im März 2009 betrug er noch 3,5 Prozent. Seither hätten die bestehenden Mieten um rund 10 Prozent sinken können – Teuerung und Unterhaltspauschale, die zugunsten des Vermieters zu Buche schlagen, inklusive.

Doch die Mieten sind in dieser Zeit weiter gestiegen. Dies zeigen Zahlen, die SonntagsBlick vorliegen. So kostet eine 1-Zimmer-Wohnung heute im Schnitt 731 Franken – im Mai 2009 erst 677 Franken.

«Rund die Hälfte der Mietenden hätten die volle Mietzins-Senkung seit 2009 zugute gehabt», sagt Michael Töngi vom Mieterverband. «Aber weit weniger als 20 Prozent haben sie erhalten.»

Weiter moniert Töngi: Bei Neuvermietungen gebe es «unverschämt hohe Mietzinssprünge. Zudem treibe die Zuwanderung die Preise hoch.
 

Beliebteste Kommentare

  • Walter  Portmann
    Jetzt nur nicht anfangen zu jammern, denn alle unsere ach so intelligenten Politiker finden die Zuwanderung ja toll und die bringe uns nur Vorteile !?! Ist ja zum Lachen, denn die Zuwanderung bringt uns überhaupt nichts, es ist ein Null-Summen-Spiel !
    Ich war gegen die Personenfreizügigkeit, aber zu viele stimmten dafür, welche zu wenig überlegt hatten.
  • Hans  Meiser , Schöfflisdorf
    "Zudem treibe die Zuwanderung die Preise hoch." Die Untertreibung des Jahres. Angebot und Nachfrage spielen seit Jahren nicht mehr. Die Schweiz wird einen hohen Preis für die unbegrenzte Einwanderung zahlen. Mir egal, ich werde in ein paar Jahren auswandern. Das ist nicht mehr "meine" Schweiz.

Alle Kommentare (42)

  • michael  przewrocki , basel
    Unsere 60 Jahr-Liegenschaft ist längst abgeschrieben. Der Vermieter hat sie zu einem Schnäppli erhalten. Arbeiten am Gebäude auf einem absoluten Minimum. Jedes Mal bei den vielen Mieterwechseln wird der Zins erhöht. Wir wohnen an einer der mieserablesten Lagen.
  • Patrik  Mäder , Märwil
    Es gibt leider immer noch viel zu viel Leute die blind durchs Leben gehen. Genau diese Zuwanderung treibt unsere Wohnungs und Mietpreise in die höhe. Zu dem Thema wer macht dann die arbeit, die wir Schweizer angeblich nicht verrichten? Würde diese Arbeit zu einem anständigen Lohn bezahlt werden, würden auch wir Schweizer diese Jobs machen, denn wir müssen ja in unserer überteuerten Schweiz auch noch leben können und die preise für Essen und Kleider aufbringen! In den letzten Jahren sind die Mieten, Krankenkassen nur noch rauf. Zuwanderung verteuert auch unsere Krankenkassen! Ein Ausländer kann seine Familie in die Schweiz holen und zahlt die Grundprämien und hat ab sofort die volle kostendeckung ohne das die je etwas für unser Land geleistet haben!
  • Hans  Schmid
    Ohne Zuwanderung und die entsprechende Nachfrage könnten die Vermieter bei Neuvermietungen die Mieter nicht derart unverschämt abzocken.
    Bei bestehenden Mietverträgen, müssen die Mieter sich aber selbst bei der Nase nehmen. Wenn der Vermieter nicht freiwillig die Miete senkt, muss man sich halt wehren. Unser Vermieter wollte uns auch mit fadenscheinigen Argumenten abwimmeln. Daraufhin hat mein Anwalt dem Vermieter einen kurzen Brief geschrieben und postwendend war die Senkung da!
  • alois  Leimgruber , Villmergen
    Unsere Heimat ist heute schon ausverkauft,da der Platz durch die masslose Einwanderung knapp wird werden die Mieten noch weiter steigen !
  • Saadedine  Anita , Ebikon
    Wir leben in einer Sozialwohnung und wegen den Zins senkung, bezahlen wir nun über 200.- mehr miete! Einfach nicht gerecht!
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