Mehr Stress, unzufrieden mit Lohn Hier leiden Arbeitnehmer am meisten

BERN - Die Arbeitsbedingungen in der Schweiz werden immer schlechter. Dieses Fazit ziehen Travailsuisse und Berner Fachhochschule auf Basis einer Umfrage.

Stress-Studie zeigt: Angestellte immer unzufriedener mit Job play
Mehr Arbeit und Stress, weniger Lohnzufriedenheit: Die Arbeitsbedingungen in der Schweiz werden immer schlechter. KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU

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Die Schweizer Arbeitnehmer sind immer schlechter dran. Zu diesem Schluss kommt das jährliche «Barometer Gute Arbeit» der Berner Fachhochschule und des Gewerkschaftsdachverbands Travailsuisse. Während Belastungen wie Stress, Termindruck oder fehlende Gesundheitsförderung hoch bleiben, nimmt laut Mitteilung die Zufriedenheit mit Löhnen und Arbeitszeiten ab. Leicht rückläufig sei auch die Arbeitsplatzsicherheit insgesamt.

Travailsuisse schreibt in der Medienmitteilung von «grossen psychosozialen Belastungen und mangelhafter Förderung der Weiterbildung». Zudem gab über die Hälfte der Befragten an, ihre Vorgesetzten hätten entweder kein hilfreiches oder gar kein Mitarbeitergespräch mit ihnen geführt.

Tessiner häufiger «emotional erschöpft» 

Vor allem die Arbeitnehmer jenseits des Rösti- und Polentagrabens fühlen sich unter Druck: Im Tessin und in der Genferseeregion sorgt sich mehr als jeder vierte Arbeitnehmer (26,6 Prozent) um seinen Arbeitsplatz – im Rest des Landes sind es nur 13,2 Prozent.

Während sich in der Deutschschweiz rund ein Drittel der Arbeitnehmer am Ende eines Arbeitstags oft oder sehr häufig emotional erschöpft fühlt, gehört das im Tessin für fast die Hälfte zum Alltag.

Im Branchenvergleich schneiden Gross- und Detailhandel, Gastgewerbe sowie Verkehr und Lagerei schlecht ab. Der Sinn der Arbeit wird laut Mitteilung auch in der Finanz- und Versicherungsbranche kritisch beurteilt. (stn)

Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 22.11.2016
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20 Kommentare
  • Beat  Albrecht aus Neuenhof
    22.11.2016
    Auch die Migros welche sich gerne als soziales Unternehmen und mit seinem sozialen Engagement brüstet, ist genau so ein Unternehmen. Die Dutti Zeiten sind vorbei und wem es zuviel wird, der wird gemobbt. Burnout haben und man ist draussen! Life work balance existiert überhaupt nicht mehr in der Schweiz! Was für eine krankes System.
  • Romano  Berger 21.11.2016
    Wir sind mitten in der Globalisierung. Unser Lohnniveau und leider auch der Sfr. Ist im Gegensatz zu andern Länder sehr hoch. Mehr Ferien, höhere Löhne, Regulierungen, einfach alles was uns irgendwie noch teuer macht, schadet unserer Wirtschaft. Nicht umsonst gehen so viele ins Ausland shoppen und bestellen günstig im Internet. Solange es einem selber nich trifft ist alles recht. Sehr viele KMUs kämpfen jeden Tag ums Überleben. Die goldenen Zeiten sind vorbei. Wacht endlich auf.
  • Hans  Leuchli aus Vellerat
    21.11.2016
    Wenn Gewerkschaftsvertreter jammern, kann ich dieses Jammern nicht ernst nehmen. Eine Organisation in welcher die Kaderleute noch nie im Wettbewerb gearbeitet haben, ausser an der Uni beim Philosophie- und
    Politikstudium, kann ich, was Arbeitsstress betrifft, nicht ernst nehmen.
    Aber wie sagt man so schön!

    Klappern gehört zum Handwerk, wobei diese Leute Handwerk nur vom Hörensagen kennen, wenn überhaupt.
  • Noldi  Schwarz 21.11.2016
    Diese Studie "verkauft" sich zwar als repräsentativ. Sie ist es aber nicht. Es wurden 14 verschiedene Branchen untersucht. Aber die Anzahl der befragten waren nur 1,400 Personen, also im Schnitt 100 Personen pro Branche. Zudem gibt es keine Angaben über Frauen oder Männer, noch über die Alterskategorien der Befragten. Eine solche Studie ist unseriös und wissenschaftlich nicht haltbar. Also Geld ausgegeben für nichts.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    21.11.2016
    Leute, langsam nervt das Gejammer!! Ihr seid doch alle selber schuld wenn ihr dauernd den bürgerlichen Abstimmungsparolen glaubt und alles was Euch zu gute gekommen wäre ablehnt! Dann wählt ihr dauernd wirtschaftsfreundliche Parteien, deren Mitglieder oft selbst Firmeninhaber, ja glaubt Ihr etwa die politisieren für den einfachen Büezer? Wer das glaubt, glaubt noch an den Weihnachtsmann!! Stimmt endlich für Euch und Eure Bedürfnisse ab und nicht immer nach den Parolen der Wirtschaftsparteien!!!