Mehr Arbeitslose, weniger Exporte

  • Publiziert: 12.30 Uhr, Aktualisiert: 03.01.2012

ZÜRICH – Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich senkt ihre Prognosen für das laufende Jahr erneut: Demnach schrumpft das BIP um 2,4 Prozent. Und ganz düster siehts für die Exportwirtschaft aus.

Jetzt senkt auch die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ihre Wachstumsprognose erneut: Gemäss diesen Voraussagen schrumpft das Bruttoinlandproduktes (BIP) im laufenden Jahr um 2,4 Prozent.

Bisher sagte die Prognose für 2009 ein Minus von 0,5 Prozent voraus. Fürs Jahr 2010 senkte die KOF ihre Prognose heute von plus 0,6 Prozent auf minus 0,3 Prozent.

Mit ihrer Erwartung einer Vertiefung der Rezession befindet sich das Kof in guter Gesellschaft. Viele Konjunkturprognosen wurden in den letzten Wochen deutlich nach unten korrigiert.

So geht das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) derzeit von einem BIP-Rückgang von 2,2 Prozent aus, die Schweizerische Nationalbank (SNB) sogar von einem von 2,5 bis 3 Prozent.

Viel weniger Exporte

Geradezu einen drastischen Rückgang sagt das Kof bei den Warenexporten voraus, die im Vergleich zu 2007 um 12 Prozent zurückgehen sollen, wie es heute hiess. Die Dienstleistungsexporte sollen um 7,9 Prozent, die Importe um 8,3 Prozent zurückgehen.

Deutlich zusammensacken werden gemäss Kof-Prognose auch die Investitionen von Unternehmen in ihre Produktionsinfrastruktur (Ausrüstungsinvestitionen). Sie sollen um 11,8 Prozent sinken. Dank Stabilisierungsmassnahmen wachsen werden 2009 dagegen die Bauinvestitionen, bei der die KOF-Prognose von einem Plus von 1,4 Prozent ausgeht.

Seine stützende Wirkung für die Gesamtwirtschaft verlieren wird 2009 der Privatkonsum, bei welchem die KOF von einer Stagnation ausgeht.

Arbeitslosigkeit gegen 5 Prozent

Die Schrumpfung der Schweizer Wirtschaft wird sich auch auf die Arbeitslosigkeit auswirken. Dass KOF rechnet Ende 2010 mit einer Arbeitslosigkeit von gegen 5 Prozent. Dies wäre der höchste Wert seit 1997, wie Yngve Abrahamsen von der KOF sagte.

Als klein schätzt Abrahamsen die Gefahr einer Inflation in der Schweiz ein. Im Gegenteil, die Teuerung werde sogar aussetzen und die Preise vorübergehend sogar leicht sinken. (SDA/gux)

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